Montag, April 28, 2008

Sehr zähe Fischerei

Hi @ all,

nach dem guten Saisonauftakt vom 16.4. kam schnell die Ernüchterung. 4 Schneidertage in Folge an Lahn und Seeweiher ließen allmählich etwas Frust und Verwunderung aufkommen.

Beim 5. Versuch wollte ich nur noch irgendetwas fangen und ich versuchte es einmal mit meinen geliebten Salmo Hornets an 2 Lahnwehren. Vielleicht würden sich ja wenigstens ein paar Döbel meiner erbarmen...

Es sollte gar nicht lange dauern, da bekam ich einen heftigen Biß und siehe da, nach einem an der leichten Skelli spannenden Drill kam dann doch ein Hecht ans Ufer *g*



Ich dachte, jetzt sei der Knoten geplatzt, aber bis auf eine Fehlattacke eines kleinen Hechtes beim Herausheben meines Gufis sollte sich gar nichts mehr tun.
Auf dem Rückweg zum Auto machte ich dann noch einige Würfe mit einem 4er Mepps direkt in den Wehrschuß hinein und wurde wenigstens mit der ersten Bachforelle des Jahres belohnt.



Heute Nachmittag ging es dann trotz heftiger Regenschauer nochmals unter das gleiche Wehr. Es scheint aber momentan echt nicht gut für mich zu laufen, denn wieder einmal fanden meine diversen Köder keine Abnehmer.
An der Strömungskante eines Turbineneinlaufes hatte ich dann zunächst einen Fehlbiß auf einen 4er Mepps und fischte diese Bahn noch mehrfach ab. Plötzlich gab es etwas Widerstand und ich kurbelte diesen gehakten Kaulbarsch ein.



Schnell montierte ich einen 8cm Kopyto in motoroil-Glitter, der dem Kerlchen verdammt ähnlich sah. Ein 1. Wurf vor einen überhängenden Busch, den Gufi auf den Grund sinken lassen...
Auf halbem Weg zum Grund gab es urplötzlich einen echten Hammerbiß und ich verpennte leider den Anschlag. Einige wütende Kopfstöße später wurde die Schnur urplötzlich wieder schlaff und ich kurbelte enttäuscht den Gufi ein. Tiefe lange Schnitte zeugten von einem richtig guten Hechtgebiß.
Ich versuchte nun noch bestimmt über eine halbe Stunde mit allen möglichen Ködern, den Hecht nochmals zum Anbiß zu reizen, aber dieser hatte definitiv Lunte gerochen.

Also machte ich mich auf den Rückweg zum Auto und wieder machte ich im Wehrschuß einige Würfe mit einem 4er Mepps.
Kurz nacheinander stiegen mir nun 2 kleinere Bachforellen ein, die mit zahlreichen Fischegeln bewehrt waren.





Die Fischegel zeigen deutlich, daß die Fische noch immer recht inaktiv am Grund zu stehen scheinen.
Ein erneuter heftiger Regenschauer, verbunden mit heftigen Windböen ließen mich nun den Angeltag beenden.

Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen werden, ich werde am Ball (Fisch) bleiben, versprochen...

Gruß

Lahnfischer

Donnerstag, April 17, 2008

Saisoneröffnung mit Happy End

Hi @ all,

gestern war es endlich so weit, der Hecht ist wieder offen und natürlich war ich auch am Wasser... :wink:

Da die Lahn aktuell noch reichlich Hochwasser führt, ging es wieder einmal, wie so oft zum Saisonstart, an den Seeweiher - ein kleinerer Vereinssee im Westerwald bei Mengerskirchen.

Als ich gegen 09.00 Uhr dort auf dem Parkplatz eintraf, waren schon einige Kumpels vor Ort und nach der einen oder anderen Begrüßung und einem Schwätzchen wurde es höchste Zeit, die Hechte zu ärgern. Das Wetter war übrigens typisch Westerwald, der Wind war eisig kalt...



Ich entschied mich für den Anfang für das Fischen mit der Spinnrute, da ich damit zum Einen auf eine größere Wurfweite komme, zum Anderen wollte ich erst einmal kleineren Ködern den Vorzug geben. Doch ganz egal, was ich auch anstellte und was ich an das Vorfach hing, die Resonanz war gleich Null.

Kurz nachdem Kollege Olf mittlerweile als einzigster schon 2 Hechte gefangen hatte, trennte ich mich von der Gruppe, lief zurück zum Auto und stellte auf die Jerkrute um.

Ich umrundete dann fischenderweise den See auf der anderen Seite wie die Gruppe und als ich schließlich wieder zu ihnen stieß, hatten fast alle schon mindestens einen Hecht gefangen. Die Jungs wollten nun an die Lahn fahren, ich dagegen blieb stur und wollte den Seeweiher nicht als Schneider verlassen.

Ca. eine halbe Stunde, nachdem mich die Jungs verlassen hatten, wechselte ich auf einen 12 cm Salmo Slider. Ich dachte mir, versuche es doch mal mit einem Jerk ohne Gerassel, die vorher verwendeten Jerks waren allesamt recht laut.
Es war mein 3. oder 4. Wurf, mitten in den See, als nach nur wenigen Jerks, plötzlich das Wasser unter meinem Slider, der gerade am auftauchen war, förmlich explodierte.
Der Anschlag saß glücklicherweise und ein Hecht schlug erst einmal mehrere Sekunden lang, direkt an der Oberfläche, das Wasser schaumig. Das ist immer eine heikle Situation, bei der viele Fische verloren gehen.
Nachdem das aber glücklich ohne Fischverlust blieb, kam eine rasend schnelle Flucht, direkt auf mich zu. Ich konnte kaum schnell genug kurbeln, um den Kontakt zu halten, doch der Fisch hing scheinbar gut. Nach einem heftigen Nahkampf, welcher sich noch einmal direkt vor meinen Füßen an der Oberfläche abspielte, konnte ich schließlich den ersten Hecht" der neuen Saison glücklich mit der Hand landen...



Nach dem Vermessen dann ein schnelles Bild mit dem Selbstauslöser...



...und die 93er Hechtmutti durfte schnell zurück ins Wasser. Für einen Küchenhecht war sie viel zu groß, dafür ist sie im Gegensatz als wichtiger Nachwuchsproduzent mit starken Genen (sonst wäre sie nicht so groß geworden) unendlich wertvoll.

Eigentlich hätte ich nach diesem prächtigen Fang, der zugleich meinen PB in diesem Gewässer bedeutete, das Angeln einstellen sollen. Doch da der Mensch (Angler) selten den Hals zu voll bekommen kann, ich zudem unendlich neu motiviert war, konnte ich natürlich nicht aufhören.
Die Strafe folgte auf dem Fuße, denn nur wenige Würfe später verlor ich den Erfolgsköder bei einem Gewaltwurf durch Schnurbruch aufgrund einer kleinen Perücke.
Es sollte sogar noch teurer für mich werden, nur wenige Zeit danach ging mir auf ähnliche Art ein weiterer teurer Köder verloren. Scheinbar litt die Konzentration beim Werfen doch durch die Gedanken an den schönen Hecht, was sogleich bestraft wurde...

Ein weiterer Versuch heute blieb übrigens folgenlos für Fische und Angler. Weder konnten ein Kumpel oder ich auch nur den Hauch einer Attacke provozieren, noch wurden irgendwelche Verluste notiert.

Ich bleibe auf jeden Fall hart am Fisch und werde entsprechend weiter berichten.

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Freitag, April 11, 2008

Bald gehts wieder los

Hi @ all,

die lange Durststrecke (erstmaliges Kunstköderverbot dieses Jahr seit 1.2.) hat bald ein Ende. Am Mittwoch, den 16.04. gehts endlich wieder los auf Meister Esox und co.
Ich werde sicher den ganzen Tag am Wasser sein und hoffe, euch anschließend die ersten Hechte der neuen Saison präsentieren zu können.

Ich habe über den langen Winter natürlich wieder mächtig mit neuen und auch alten Ködern aufgerüstet, mal schauen, was die neuen so bringen.



















Jetzt wird noch einmal bis Mittwoch alles neu sortiert, neue Stahl- und Titanvorfächer werden auf Vorrat angefertigt und dann kann es losgehen.

Also dann bis Mittwoch...


Gruß euer Lahnfischer

Dienstag, März 18, 2008

Urlaubsbericht und Unterwasserbilder

Hi @ all,



kürzlich war es endlich soweit, endlich Urlaub und als Reiseziel hatten wir (Perlchen und meinereiner) uns Hughada in Ägypten ausgesucht.

An 1. Stelle stand ausruhen, baden und erholen, natürlich hatte ich aber auch im Hinterkopf, eine sich evtl. bietende Gelegenheit zum Angeln nicht ungenutzt zu lassen...



Am Stand kam ich schließlich mit einem Einheimischen ins Gespräch, der Bootsausflüge zum Schnorcheln an diverse Riffe anbot. Auf meine Frage nach Angetripps gab er an, auch diese anzubieten. Allerdings würde bei dem Schnorcheltrip auch geangelt werden, sie würden zwischen den einzelnen Riffen mit 2 Ruten Schleppfischen betreiben.



Wir buchten zunächst lediglich die Fahrt zum Schnorcheln, den Angelausflug konnte man ja jederzeit später buchen, was sich als gute Entscheidung erweisen sollte.



Montag Morgen ging es los und wir trafen im Hafen ein, um das Boot zu besteigen. Leider war es ausgerechnet an diesem Tag sehr bewölkt und recht kühl, was aber die Vorfreude nicht schmälerte.

Diese wurde allerdings schon geschmälert, als wir das Boot aus der Nähe sahen und uns dazu ein Sprachengewirr aus den verschiedensten Sprachen entgegenschlug.

Am Strand hieß es noch, wir sollten extra den Montag buchen, da gäbe es eine rein deutsche Gruppe auf dem Schiff und auch einen entsprechend deutschen Reiseführer.

Als schließlich die "Angelausrüstung" auf das Boot gebracht wurde, war mir klar, das das hier mit profesionellem Angeln rein gar nichts zu tun haben konnte, sondern wir lediglich auf Touristennepp hereingefallen waren.

Besagte Ausrüstung bestand nämlich lediglich aus dem Unterteil einer 2-teiligen Bootsrute mit einer Multirolle aus China, bespult mit einer ausgesprochen dicken Monoschnur, als Köder diente ein schmaler silberfarbener Blinker mit eingegossenem starren Einzelhaken und in einem Abstand von ca. 60-70 cm vor dem Blinker waren mehrere leichte Bleie hintereinander als Beschwerung auf die Schnur gefädelt.



Was solls, dachte ich mir, schließlich ist das ja eine Fahrt primär zum Schnorcheln und das Schleppen eine kostenlose Zugabe.



Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, wurde der Blinker dann tatsächlich von den Bootsjungs in einer Entfernung von gut 100 Metern hinter dem Boot hergeschleppt...







Nach einer guten halben Stunde dann aufgeregtes Rufen vom Heck her, worauf die Geschwindigkeit gedrosselt wurde und tatsächlich, ein Fisch hatte sich den Blinker geschnappt und einer der Bootsjungen fing nun an, den Fisch an dem Knüppel herbeizuleiern...







Das ging gut bis ca. 15 Meter hinter dem Boot, ich konnte gerade ein Drillbild von dem an der Oberfläche erschienen Fisch schießen...









...als dieser sich auch schon vom Haken befreien konnte. Ich weiß nicht, um welche Fischart es sich hier gehandelt hatte, jedoch war der Fisch ca. 60-70 cm groß gewesen.



Die Bootsjungs fluchten nun scheinbar auf das heftigste und versuchten in aller Hektik, den Köder wieder auszubringen. Dabei verursachten sie eine solch heftige unlösbare Perrücke auf der Multi, das das Angeln hiermit beendet war.

Spätestens hier war mir nun klar, daß ich auf einen Tagesangeltrip mit den Jungs verzichten werde!



Nun ja, wir fuhren dann tatsächlich einige Riffe zum Schnorcheln an, es blieb weiterhin bewölkt und kühl und an den Riffen drängten sich jeweils mehrere Dutzend Boote. Das hatte mit beschaulichem Schnorcheln nichts zu tun sondern war ein weiterer Touristennepp.

Auf der Rückfahrt suchten wir dann eine Stelle auf, an der sich angeblich viele Delphine tummeln würden und wenigstens das stimmte, nach diversen Rufen und Pfiffen kam tatsächlich eine Herde von Delphinen nah an das Boot heran...











Da wir wie schon erwähnt Abstand von weiteren Exkursionen genommen hatten, verbrachten wir die verbliebenen Tage mit Faulenzen, Baden und Schnorcheln an einen hoteleigenen kleinen Riff direkt am Strand.



Zwar gab es an einigen Tagen viel Wind und dementsprechenden Wellen, durch die das Wasser angetrübt war, trotzdem gelangen mir doch einige schöne Unterwasseraufnahmen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.



Zunächst etwas buntes farbenfrohes...



















































Hier mal ein, wie ich finde, geniales Bild von einem Schwarm Meeräschen (wie ich glaube), vor allem interessant durch die Wellen an der Oberfläche...







Zwischendurch einmal einige Bilder mit weniger Farbe, was daran liegt, daß ich in die Tiefe gezoomt habe...



Hier Tintenfische



















Dann ein "Flötenfisch", sehr ählich unseren einheimischen Hornhechten...







und hier ein Exemplar, das deutlich über einen Meter lang war...







Zur Abwechelung mal Unterwasservideo:







und gleich noch eins...







Nun wieder einfach weiter mit Bildern...











































Ein paar habe ich immer noch...



















Ein größerer Fischschwarm:











...und hier die restlichen Bilder...























Alles in allem war das ein echt erholsamer Urlaub und das Schnorcheln am Hotelriff hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn die dortigen Korallen wohl durch den vielen Betrieb recht mitgenommen sind und teilweise schon abgestorben.

Für den Schnorchelanfänger, wie ich es einer bin, war es aber sehr spannend und interessant und alle meine Bilder und Videos habe ich mit meiner neuen Pentax Optio W20 gemacht.

Mit dem Angeln hat es nun nicht geklappt, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Sollte es mich noch einmal in diese Gegend verschlagen, dann werde ich mich vorher besser informieren um nicht auf diese Strandpiraten angewiesen zu sein, denen es nur darum geht, den Urlaubern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Es gibt dort sicherlich gute Möglichkeiten und viel Potential zum Angeln, dessen bin ich mir sicher.



Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und Bilder schauen,



schöne Grüße



euer Lahnfischer und Perlchen (Richarda)