Sonntag, April 26, 2009

Braunalgenblüte da, die Fische wollen nicht

Hi @ all,

hier an der Lahn geht zur Zeit wegen der überaus früh ausgebrochenen alljährlichen Braunalgenblüte fast gar nichts.
2 Tage Hechtfischen, 0 Ergebnis was den Zielfisch angeht.
Mit kleinen Ködern unter einem Wehr konnte ich mich wenigstens einen Tag entschneidern.

Da war zunächst eine größenwahnsinnige Raubbarbe auf Frenzy Diver...



und ein mittelprächtiger Barsch auf ASP-Spinner



Jetzt kann nur ein kleines Zwischentief, verbunden mit ordentlich regen und einem leichten Hochwasser schnell dafür sorgen, daß ´die Algenblüte verschwindet, dann fressen die Fische auch wieder richtig.

Werde es die kommende Woche mal wieder an meinem heißgeliebten Seeweiher versuchen, da müßten die Hechte in Beißlaune sein.

Bis dahin liebe Grüße

euer Lahnfischer

Freitag, April 17, 2009

Geglückter Saisonstart

Hi @ all,

Ich war gestern zur Hechtsaisoneröffnung unterwegs, beeilte mich mit dem Arbeiten und war schon gegen 13.00 Uhr am Wasser. Dieses war, ungewöhnlich für diese frühe Jahreszeit, schon sehr bräunlich, scheinbar haben die gut 2 Wochen purer Sonnenschein ausgereicht, um die alljährlich wiederkehrende Braunalgenlüte, die stets für schlechte Fänge sorgt, ausbrechen zu lassen.

Ich fischte zunächst unter einem Wehr und verlor prompt einen 4Play-Liplure durch einen Hänger :(

Unterm Wehr tat sich gar nichts, also über das Wehr. Da tat sich aber auch rein gar nichts und ich versuchte es mal mit Gufis in verschiedenen Größen in den Tiefen der Staustufe.
Dieser 30er Barsch auf einen 8 cm Kopyto entschneiderte mich wenigstens, aber mir schwante nichts Gutes, denn ist der erste Fisch ein Barsch....



Da sich in dort nichts mehr tat, bin ich mal an eine Staustufe gefahren und versuchte mich ein gutes Stück oberhalb vom Wehr mit Jerkbaits. Doch leider, obwohl es förmlich nach Hecht roch, gab es keinerlei Kontakt.

Bin dann unter das nächste Wehr gefahren und bekam auf einen Liplure in Perch einen echt fetten Nachläufer, der sich aber nicht entschließen konnte, zuzupacken. Kurz darauf hatte ich sogar einen Nachläufer in Form von einem 20-Pfund-Karpfen, doch auch der drehte am Ufer wieder ab ;)

Ich wechselte dann auf einen großen Warrior Crank, weiter Wurf vor das gegenüberliegende Ufer ins schäumende Wasser, 2 Kurbelumdrehungen und schon gab es einen ordentlichen Schlag in die Rute.
Nach ordentlichem Drill mit einer Sprungeinlage konnte ich schließlich diesen 79er Hecht sicher landen, der scheinbar noch einen fetten Happen im Bauch hatte.





Hab mich dann anschließend mit Kumpel Sebastian am nächsten Wehr getroffen. Oberhalb und unterhalb des Wehres ging rein gar nichts, erst an der Einmündung eines Turbinengrabens bekam ich auf den Liplure in Perch 2 heftigste Attacken hintereinander, doch der gut 70er Hecht blieb leider nicht hängen.
Ca. 5 Minuten später schoß der Hecht beim herausheben des Köders voll drauf, hing auch kurz, konnnte sich dann aber doch wieder losschütteln und nun hatten sowohl er als auch ich langsam die Nase voll und ich machte mich langsam auf den Rückweg...

War alles in allem ein schöner Tag, leider habe ich jetzt 3 Tage Doppeldienst, so daß ich vor nächster Woche nicht mehr ans Wasser komme.

Die Saison ist erfolgreich eröffnet, was will man mehr...

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Freitag, April 10, 2009

3. Versuch an der Weil

Hi @ all,

bei strahlendem Sonnenschein ging es heute mit Kumpel Sebastian wieder an die Weil. Dort angkommen, sahen wir, daß der Wasserstand schon mächtig zurückgegangen ist und das Wasser glasklar war.





Wir machten viel Strecke, aber außer einigen vorwitzigen Forellenschniepeln sollte sich absolut nicht tun.



Am frühen Nachmittag ging es dann nochmal an ein Lahnwehr, wo wir es ober- und unterhalb mit Dropshot und Tauwürmern versuchten.
Doch wieder einmal gab es lediglich einige Kaulbarsche...



Doch was soll es, ab Donnerstag ist der Hecht wieder auf und es darf endlich an der Lahn wieder mit Kunstködern gefischt werden. Dann gibts auch sicherlich wieder anständige Fische hier zu sehen.

Bis dahin verbleibe ich mit vielen Grüßen

euer Lahnfischer

Samstag, April 04, 2009

2. Tag an der Weil

Hi @ all,

war gestern noch mal los, war ein ziemliches Chaos mit 2 Heimfahrten zwischendurch...

Das erste Mal geschah das, weil die Watstiefel nicht so hoch sind wie die Wathosen... ;)

das 2. Mal weil die neue Rolle, eine ABU Cardinal 301 schon am 2. Tag kaputt war. Na egal, hab sie gleich umgetauscht gegen eine kleine RedArc, ist eh deutlich besser... :)

Ein paar Forellen hab ich trotzdem gefangen, an die 10 Stück, dazu noch etliche Fehlbisse und Drillaussteiger. Waren aber alles Kleine, was auf die Dauer doch ein bißchen nervt.









Zum Abschluß noch ein paar weitere Streckenbilder....







Jetzt ist erst einmal wieder arbeiten angesagt, mal schauen, ob ich es die kommende Woche noch einmal an die Weil schaffe.

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Mittwoch, April 01, 2009

Bachforellensaisoneröffnung 2009

Hi @ all,

hatte heute meine Bachforellensaison an einem Lahnzufluss, der Weil eröffnet, für die ich mir erstmals eine Karte geholt hatte. Hintergrund ist ein neu eingeführtes Kunstköderverbot während der Hechtschonzeit in der Lahn. Sehr sehr schade, denn mit Würmern werden sicherlich viele Forellen verangelt und einen versehentlich gehakten Hecht könnte man schonend zurücksetzen. Ein Limit von Kunstködern auf 3-4 cm Länge hätte sicherlich gereicht... :(

Als Vorarbeit hatte ich einige Wobbler und Spinner auf widerhakenlose Einzelhaken umrüsten müssen, da die Weil nicht nur Salmonidenbach ist, sondern zugleich als Aufzuchtgewässer für Lachse dient.

Voller Spannung ging es dann gegen 9.30 Uhr los, ich fuhr gemütlich durchs Weiltal, schaute mir dabei potentielle Hotspots an und begann schließlich am oberen Anfang der Strecke mit dem Fischen.

Zunächst gab es neben einigen kleinen Nachläufern rein gar nichts zu berichten, bis ich an eine Stelle kam, die förmlich nach Fisch roch.
Auf meinen Hornet im Bafo-Look wollte aber auch hier nicht beißen, weswegen ich einen etwas kleineren Wobbler, ebenfalls Made in Poland, an den Karabiner hing.

Beim 2. Wurf gab es dann auch einen heftigen Einschlag in die leichte Rute und nach einem netten Drill konnte ich schließlich die erste Bachforelle 2009 sicher mit der Hand landen.





Mit 38 cm schon recht nett und sie wird demnächst geräuchert.

An diesem Abschnitt tat sich dann nichts mehr und ich lief zum Auto zurück, um ein wenig weiter stromab zu fahren. An einem kleinen ´Wehr machte ich jedoch noch einige wenige Würfe und konnte diese gepunktete Schönheit zum Landgang überreden...



Die nächsten 2 teilstrecken brachten mir keinen einzigen Biß und ich fuhr ein gutes Stück weiter, hatte ich doch auf dem Hinweg dort eine abwechselungsreiche Strecke und ein größeres Wehr gesehen.

Nach einigen Würfen auf dem Abschnitt kam hinter einem Stein dann der nächste Biß und Fisch..



Anhand der kurzen Maulspalte nur bis an die Augen (Bafos haben diese bis deutlich hinter die Augen) tendiere ich mal dazu, diesen Fisch als jungen Lachs einzustufen.

Hier war deutlich mehr Aktivität und die Strecke wirklich sehr abwechselungsreif, vor allem aber tiefer wie zuvor weiter oben. Ich bekam einige Nachläufer, Fehlbisse und einige kleine Forellen konnte ich noch im Wasser abschütteln.

Schließlich konnte ich dann unterhalb dieses Wehres doch noch eine halbwegs vorzeigbare Trutta landen, das sollte dann aber auch die letzte gewesen sein und ich machte mich auf den Heimweg.



Hier noch einige Impressionen von heute...











War fürs erste Mal recht nett, aber sehr viel Lauferei und ich freue mich drauf, endlich an der Lahn wieder angreifen zu können. Bis es aber soweit ist, werde ich der Weil in den nächsten 14 Tagen doch sicherlich noch den einen oder anderen kurzen Besuch abstatten... ;)

Dienstag, Februar 17, 2009

Hi @ all,

war gestern mal wieder unterwegs an der Lahn mit Dropshot und Tauwürmern.
Die Barsche waren schnell gefunden, doch an der klassischen Montage (aber mit Wurmhaken) hagelte es ständig wieder Fehlbisse.

Einen etwas besseren konnte ich so dennoch überlisten, mit 28 cm gar nicht so schlecht für den Anfang...



Irgendwann war ich es leid und ich knüpfte mal eine andere Montage, bei der der Haken an einem 12-15 cm langen Seitenarm hing.

Nun wurde es schlagartig besser und ich konnte die Fehlbißrate deutlich senken. Allerdings gab es zunächst mal einige Kaulbarsche, die auch vermutlich viele Fehlbisse ausgelöst hatten...







Zwischendurch gab es aber immer mal wieder einen echten Barsch, mal kleiner...



mal größer...





..wobei mir eben auffällt, das die letzten beiden Bilder scheinbar den gleichen Barsch zeigen, hatte sich wohl vom ersten Fang nicht abschrecken lassen und 2,5 Stunden später wieder gebissen...*g*

Insgesammt konnte ich in gut 3 Stunden ca. ein Dutzend Kaulis und etwa 10 normale Barsche fangen, was schon recht kurzweilig war.

Werde das hier und da noch mal wiederholen, irgendwie muß man ja die Schonzeit für Hecht und Zander rumkriegen und irgendwann gibts bestimmt auch mal einen richtig guten Barsch oder einen anderen unerwarteten Beifang der kapitaleren Art.

Bis dahin verbleibe ich mit lieben Grüßen,

euer Lahnfischer

Dienstag, Februar 10, 2009

1 Jahr Besucherzähler...

Hi @ all,

gestern vor einem Jahr habe ich einen Besucherzähler auf meinem Blog installiert und bin nun wirklich happy:

Deutlich über 15 000 Zugriffe gab es seitdem auf meinen kleinen Blog, das hätte ich wirklich nicht gedacht.
Das nehme ich doch mal als Ansporn, diesen Blog genau so weiterzuführen und euch auch in Zukunft mit aktuellen Fangberichten und der einen oder anderen neuen Praxisanleitung zu versorgen.

Vieleicht wird es ja in diesem Jahr noch eine kleine Praxisanleitung über das Dropshotfischen geben, zumindest konnte ich mittlerweile endlich die ersten Fische damit überlisten.







Es war an einem Nachmittag in der letzten Woche, als ich einen unbändigen Drang verspürte, mich endlich wieder einmal ans Wasser zu begeben.
Aufgrund der aktuellen Hecht-/Zanderschonzeit und dem damit verbundenen hiesigen Kunstköderverbot versuchte ich mein Glück einmal mit dem Dropshot und Tauwürmern als Köder.
Nach vielen Fehlbissen gelang es mir dann durch Hakenwechsel und dem Wechsel auf nur noch einen halben Tauwurm, doch noch insgesamt 4 oder 5 handlange Barsche und einen Kaulbarsch zu landen.

Ich werde im Verlauf der Schonzeit noch einige weitere Versuche unternehmen und euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten und bin sehr zuversichtlich, daß dabei auch der eine oder andere vorzeigbare Barsch ans Tageslicht kommt.

Drückt mir die Daumen,

liebe Grüße,

euer Lahnifischer

Samstag, Januar 31, 2009

1. Fisch in 2009

Hi @ all,

lange hat es gedauert, es waren ca. 4 Wochen, in denen die Lahn (fast) komplatt zugefroren war. Ein einziger Tag mit Dauerregen und milden Temperaturen hat es dann doch noch geschafft, über den Umweg eines Lahnhochwassers den Eispanzer der Lahn zu knacken und diese wieder befischbar zu machen.

Mein 1. Angelversuch am Montag verlief noch erfolglos mit einem Vollschneider ohne jeglichen Fischkontakt. Der 2. und letzte Versuch am Donnerstag brachte dann einen einzigen Biß, den ich jedoch sicher verwandeln konnte.

Ich fischte probeweise meine neue Spinnrute für große Gummiköder, die Daiwa Powermesh in 2,70 mit einem WG von 50-100 Gramm und verwendete zunächst ausschließlich große 23er Gummifische. Diese blieben jedoch gänzlich mißachtet, was aber nichts daran ändert, daß die Rute für diese Ködergröße wirklich sehr gut geeignet ist. Es machte richtig Spaß und die Gummis ließen sich sehr weit werfen und kontrolliert führen.

Kurz vor Einbruch der Dämmerung wechselte ich dann auf die, mittlerweile sehr bewährten, 15 cm Saltshaker um und konnte bald darauf mit der Fangsaufarbe Mahimahi diesen, zwar etwas blassen, aber dafür sehr kampfstarken 76er Winterhecht dingfest machen.



Jetzt folgt ab morgen die für die Räuber veridente Schonzeit hier in Hessen, begleitet von dem totalen Kunstköderverbot meines Vereines bis einschließlich 15. April.

Ich hoffe aber, im Februar noch einmal nach Holland zum Hechtangeln zu kommen und bei milder Witterung werde ich versuchen, gezielt den Barschen mit Tauwurm am Dropshot nachzustellen.

Deswegen ruhig ab und an mal hier reinschauen, vielleicht gibt es doch noch vor dem 16. April den einen oder anderen Fangbericht...

Bis dahin verbleibe ich mit lieben Grüßen

euer Lahnfischer

Donnerstag, Januar 01, 2009

Eisiger Jahresbeginn

Hi @ all,

leider hat es zeitmäßig bei mir nicht mehr geklappt, noch vor der Jahreswende zum Angeln zu kommen.
Nach meinem heutigen Neujahrsspaziergang ans Löhnberger Wehr sieht es auch so aus, als solle da vorerst keine Chance zu bestehen. Zu heftig war der Dauerfrost der letzten Tage mit nächtlichen Temperaturen von um die minus 10 Grad, aber seht doch einfach selbst...













Lediglich in den schnellen flachen Flußabschnitten gibt es noch eisfreie Teilstücke, aber auch dort gibt es überall schon dickes Randeis. Auch die Wettervorhersage für die nächsten 2 Wochen verspricht nichts gutes, der Dauerfrost scheint anzuhalten.

Dafür eine positive Nachricht: Nicht alle Gänse fielen Weihnachten zum Opfer...




Liebe frostige Grüße,

euer Lahnfischer

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Frohe Weihnachten...

...und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich allen Lesern hier auf meiner Seite, dem Rest der Welt natürlich auch :)

Anglerisch gibts nicht weiter zu berichten, wenn man mal von 4 Schneidertagen in Folge absieht. Will mich aber deswegen nicht beschweren, das Jahr hat mir viele schöne Angeltage und u.a. 3 neue PB`s bei Hecht, Zander und Wels beschert.

Ich hoffe, zwischen den Jahren noch das eine oder andere Mal ans Wasser zu kommen, vorher wird das leider nichts mehr. Sollte da noch etwas passieren, könnt ihr das natürlich hier nachlesen.

Wenn nicht, lesen wir uns im neuen Jahr wieder, bis Ende Januar ist hier das Spinnfischen und Jerken schließlich noch erlaubt.

In diesem Sinne,

tschüß bis bald,

euer Lahnfischer

Dienstag, Dezember 09, 2008

Auf Frust folgt Lust...

Hi @ all,

das waren heiße Tage seit Freitag:

Samstag:

Ich hatte mich mit Sebatian getroffen und wir befischten einen hochwasserbewährten Hoptspot. Auf einmal bekam ich auf den 15 cm Saltshaker in Alewife einen Hammerbiss. Als Sebastian meine krumme Rute sah, dachte er erst, ich hätte einen Hänger, aber der lebte eindeutig ...
Nach einigem Hin und Her konnte ich den Fisch dann an die Oberfläche drillen und das war ein Zander riesigen Ausmaßes, allerdings in der Schwanzwurzel gehakt.
Noch bevor Sebastian den Zander keschern konnte, gab der noch mal richtig Gas, zog mir einige Meter Schnur von der eigentlich sehr stramm eingestellten Rollenbremse und schlitzte schießlich aus
Wir standen beide nur noch fassungslos da und schauten uns an...

Der hatte echt ne Schwanzflosse vom Ausmaß eines Suppentellers und auch Sebastian meinte, das der weit, weit ü80 war :(

Sonntag:

Ich hatte heute einen echten Seuchentag. War ab ca. 10 Uhr am Wasser, es lief zunächst überhaupt nichts. Später kam dann Kai dazu und er konnte kurz darauf einen Hecht fangen. Dann hatte er noch einen dicken im Drill, den er leider verlor, bei mir immer noch Sendepause. Plötzlich kurz vor dem Ufer beim Anjiggen enormer Widerstand an meinem MahiMahi, Anschlag - Hänger - ne doch nicht: heftigste Kopfstöße folgten auf der Stelle, die Skelli krum bis ins Handteil. Langsam kann ich den Fisch etwas höher pumpen, Kai steht mit dem Kescher schon parat.

Dann gab es ein richtiges Dejavue: wie schon gestern startete der Fisch eine heftige Flucht, zog mir einige Meter Schnur von der Rolle, plötzlich schnellte die Rute zurück und der Gufi flog uns entgegen. Zwar haben wir den Fisch nicht gesehen, aber das war definitiv die Urgroßmutter aller Lahnzander, am Gufi selbst war kein Kratzer.

Dann den gestern noch von Sebastian bekommenen MahiMahi abgerissen, nachdem ich einen halben Baum oder ähnliches bestimmt 5 Minuten lang zu mir rangepumpt hatte.
Nun Ortswechsel: Zeugs aus dem Auto geladen, Rute in der Hand - zu Kai geschaut und Kofferraum zugeschmissen. Leider hing die Spitze der Skelli noch drinne, Rute geschrottet...

Es folgten noch ein paar Köderverluste mit der leichten Skelli und ich habe definitiv für heute die Schnauze gestrichen voll !

Montag:

War nach Feierabend wieder am Wasser und habe mal die gute alte Damokles zu diesem Zweck aus dem Keller reaktiviert, funktioniert noch einwandfrei...
Bin dann wieder an den besagten "Tatort", weil ich da noch die eine oder andere Rechnung offen habe...
Nach ca. 1,5 Stunden Fischen bekam ich direkt am Ufer wie aus dem Nichts beim Rausleiern des Gufis einen Hammerbiß, es riß mir 3-4 mal die Rute derbe runter, zu einem Anschlag kam ich gar nicht erst, und dann war Schluß.
Der nagelneue Kopyto war ohne jeden Ritzer, also tippe ich auf die nächste fette Zanderoma.
Danach war wieder absolute Sendepause, es blieb der einzige Biß.

Ab nun nehme ich das echt persönlich, die haben nicht eher Ruhe vor mir, bis ich von denen noch einen dicken gefangen habe...

Positive Nachricht zum Schluß: die Skelli ist wieder einsatzbereit. Zwar um ca. 5 cm kürzer, aber dafür schneller denn je und mit nagelneuem Fuji-Sic-Ring ausgestattet

Dienstag/heute

Habe mich heute mit Kai an der Stelle getroffen, an der ich die letzten Tage mindestens 2 Großzander verloren habe, war aber etwas früher da.
Gleich zum Anfang hatte ich einen fetten Biß vor einem Busch, der sich als ca. 70-75er Hecht entpuppte. Dieser hing nur so eben an einer kleinen Hautfalte in der Oberlippe und ging mir noch vor dem Kescher ab.
Ich war schon wieder bedient, die Seuche schien sich wirklich nahtlos fortzusetzen...

Kurz darauf kam Kai und nachdem wir uns begrüßt hatten, fischten wir konzentriert am Hotspot.

Es sollte etwa eine Stunde dauern, da bekam ich an der Strömungskante einen derben Biß auf einen 15 cm Saltshaker in Alewife, den ich mit einem noch derberen Anschlag beantwortete.

Wie schon die letzten Tage antworteten wütende Kopfstöße am anderen Ende. Ich gab dem Fisch keinen Zentimeter Spielraum sondern pumpte ihn gnadenlos zu mir ans Ufer, noch bevor er sich von dem Schreck erholen konnte. Da war auch schon vor meinen Füßen unter mir: ein riesiger Zanderschädel, der mit offenem Maul den Kopf hin und her schmiß, um den Haken loszuwerden.

Wieder schossen mir die Bilder durch den Kopf, wie ich vor wenigen Wochen genau auf diese Art meinen gehakten Großzander in letzter Sekunde verloren hatte.

Glücklicherweise stand Kai schon mit dem Kescher parat und irgendwie schaffte er es, den an den Oberfläche tobenden Zander ins tiefe Netz zu bugsieren.

Als wir dann am Ufer die gewaltigen Ausmaße des Zanders sehen konnten, entlud sich ein Urschrei meiner Kehle: Jaaaaaaaaaaaaaaa

Hier der wuchtige Schädel mit dem tief inhallierten Saltshaker...



Schnell wurde der Haken gelöst und der Fisch vermessen:
Das Maßband zeigte für mich unglaubliche 89 cm an!

Dann gab es einige schnelle Erinnerungsfotos..





...und der deutlich laichschwere Fisch wurde schnellstmöglich und schonend wieder zurückgesetzt.



Ich war einfach nur noch happy und überglücklich, das weitere Angeln geschah schon fast mechanisch.

Kurz darauf konnte ich für Kai einen Hecht keschern, man revanchiert sich ja gerne ;)

Es wollte dann partout nichts mehr beißen und ich beschloss, den Angeltag zu beenden.
Kai packte auch sein Tackle zusammen und wir marschierten in Richting Autos.

Schließlich meinte Kai, daß wir doch am Auto noch ein paar letzte Würfe machen könnten, was dann auch geschah. Da es bereits deutlich dämmerte, kam wieder mein 15 cm SlottiS in Flußkönig ans Band. Dieser Gufi hat mir dieses Jahr in der Dämmerung schon ettlichen Fischkontakt gebracht!

Eigentlich in Gedanken ganz woanders, machte ich einige Würfe, wobei der letzte mißlang. Er geriet zum einen aus der Bahn, zum anderen war er erbärmlich kurz.
Ich kurbelte mehr als das ich Jiggte, den 15 cm SlottiS herbei und fing an, ihn ein bißchen zu twitchen, als ich urplötzlich Widerstand spürte. Instinktiv kam der Anschlag und wieder hing was schweres am anderen Ende. Der Fisch blieb zunächst stur am Grund, als er dann irgendwann doch erstmals an die Oberfläche kam, sah ich, daß es ein kapitaler Hecht war.
Ich mußte einige Meter weit mit dem Hecht am Band laufen, bis es eine Möglichkeit gab, überhaupt ans Wasser zu kommen und Kai meinte schon, der könnte den Meter haben.

Nachdem er für mich den Hecht gekeschert hatte...



und ich den sicher im Maulwinkel sitzenden Zusatzdrilling gelöst hatte...



wurde der Fisch schnell von Kai vermessen. Ich wollte es zunächst nicht glauben, aber der Fisch war exact 100 cm lang, also hatte ich doch tatsächlich nach dem MonsterzanderPB auch noch endlich die magische Metermarke beim Hecht geknackt und das alles an einem Tag - ist das geil!





Für mich war heute definitiv vorgezogene Weihnachten und die Bescherung war vom allerfeinsten!

Und da man an Weihnachten auch niemanden tot schlägt, ging auch dieser Prachtfisch wieder unbeschadet zurück in sein Element...



Da kratzte mich es auch wenig, daß ich dem Hechtmeter etwas Blutzoll zahlen mußte, er sollte einfach schnell zurück und ich wurde wohl etwas unvorsichtig...



Schade, daß ich morgen wieder Frühdienst habe, ich könnte mir heute sowas von einen antrinken, daß glaubt ihr gar nicht...

Vielen Dank an der Stelle noch einmal an Kai :!: Er hat mir sauber beide Fische gekeschert und so schöne Bilder hätte es ohne ihn auch nicht gegeben. Revanchiere mich liebend gerne bei passender Gelegenheit...

In diesem Sinne tschüss

euer Lahni