Sonntag, Juli 19, 2009

Auf Hechtsuche...

Hi @ all,

heute Nachmittag konnte ich mir mal ein paar Stunden abknipsen und mich an die Lahn verpieseln. Das Wetter war zwar alles andere als einladend, aber so ein kleiner Sturm und diverse heftigste Schauer sollten doch die Fische mobilisieren, oder?

Ich versuchte es erst im flachen und schnellen Wasser unter einem Wehr, wo sich aber Anfangs rein gar nix tun wollte. Im Turbinenauslauf kam dann der erste Biß des Tages, verursacht von ner netten Bafo.



Weiter unterhalb versuchte ich es dann zunächst vergebens mit Popper, stellte deshalb auf einen durchgeleierten 7cm Slider um.

Der 4. oder 5. Wurf bis vor das andere Ufer, 3-4 Kurbelumdrehungen und schon gabs eine Explosion an der Oberfläche und mir riß es die Rute ruter. Nach dem Anschlag heftigste Gegenwehr und ich dachte wirklich, das wäre ein ordentlicher Hecht.
Erst einiges später bemerkte ich, dass es doch kein Hecht, sondern ein richtiges U-Boot von einem Döbel ist.
Ein gewohnter Griff nach der Digi in der Hosentasche, Schock - die Digi ist weg :(

Also das Handy rausgekramt und wenigstens 2 schnelle Bilder damit geschossen, so einen Dicken hatte ich lange nicht mehr...





Das Vermessen ergab satte 63 cm und damit ist das der 2.-Größte, den ich je gefangen hab, geil!

Egal, jetzt ging die Suche nach der Digi los: 15 Minuten vorher hatte ich die Bafo fotografiert, weit kann sie nicht sein. Doch wo ich auch suchte, sie blieb verschwunden. :(

Nun hatte ich die Nase voll und machte mich auf den Weg zurück zum Auto. Dort angekommen die Watstiefel ausgezogen, da ist doch was...
Hatte die sich doch in meinen Watstiefeln versteckt, puh, noch mal Schwein gehabt :)

Da hier im Flachen die Hechte nicht waren oder beißen wollten, fuhr ich nochmal eine langsame und tiefe Staustufe an, irgendwo müssen die Fische doch sein.

Erst mal mit einen ASP um mich geschmissen, doch außer einem handlangen Döbel...



ging da nix drauf.

Also umgestellt auf Gufi, ans Band kam ein 6er Saltshaker in "Arkansas Shiner" und losgezuppelt. Nach ca. 20 Minuten dann ein hammerharter Biß auf volle Distanz, der Anschlag sitzt. Sofort marschiert die Schnur nach rechts und oben und schon springt ein feiner Hecht mehrfach in voller Länge aus dem Wasser. Geil, genau das will ich sehen...

Nach kurzem, aber heftigem Drill mit bestimmt 5-6 Sprungeinlagen ist der Bursche landungsreif:



Der Shaker ist vollkommen inhaliert:



Hier ist er nun, der Gierschlund, geschätzte Anfang 70 cm...



Nach dem nächsten heftigen Regenschauer, die neue Baleno-Regenjacke hält absolut dicht, machte ich mich vergnügt auf den Heimweg, hatte ich doch nach dem Hammerdöbel auch noch einen Hecht gefunden...

Bis bald,

euer Lahnfischer

Mittwoch, Juli 15, 2009

Endlich mal wieder am Wasser...

Hi @ all,

war gestern nach 10 Tagen Angelabstinenz endlich mal wieder zum Angeln gekommen. Diese Woche kam eine große Köder-Sammelbestellung von mir und einigen Kumpels aus Polen an, die wollten schließlich mal gewässert werden...



An der ersten Stelle, unterhalb eines Wehres, ging aber auf größere Köder rein gar nichts, so dass ich aus Verzweiflung mal einen kleinen Berkley Frenzy Diver einklinkte. Schon der erste Wurf brachte auch einen Biss, verursacht von nem 40er Hechtschniepel, was dann zumindest den "Schneider frei" bedeutete.

Ich warf dann mit dem Köder weiter und kurz darauf gabs auch einen mordsmäßigen Biss. Nach echt heftigem Drill (Strömungshechte haben richtig Dampf) war der Verursacher landungsreif...



Schnell den Kiemengriff angesetzt,



und zum Abschluss noch ein kleines Selbstauslöserbildchen gemacht :)



Da sich danach weder unter- noch oberhalb des Wehres irgendetwas tat, fuhr ich noch mal eine andere Stelle an.

Nach dem 3. oder 4. Wurf am neuen Spot bekam ich auf volle Distanz an der Oberfläche eine allerheftigste Attacke auf einen Fatso Crank, die ich leider nicht verwandeln konnte. Ich tippe mal auf einen gar nicht so schlechten Wels, der Lack des Fatsos war ganz schön aufgerauht, als hätte man grobes Schmirgelpapier darüber gezogen und der Strudel beim Biß war schon sehr gigantisch.
Weitere Würfe mit den verschiendesten Ködern ließen den Verursacher aber kalt.

Etwa eine Stunde später gabs dann auf nen 12 cm Perch am Rande eines Seerosenfeldes, direkt vor meinen Füßen, eine Attacke wie aus dem Nichts von einem gut 80-85er Hecht, doch auch der blieb nicht hängen. Er hinterließ mir aber seine Visitenkarte in Form eines netten Gebissabdrucks auf dem Perch, will also wieder kontaktiert werden...*g*

Schließlich machte ich mich dann auf den Heimweg, Hunger und Durst sind schlechte Angelbegleiter...

Sonntag, Juli 05, 2009

Wenig Zeit zum Angeln

Hi @ all,

bedingt durch viel Arbeit und Krankenhausbesuche beim Papa komme ich zur Zeit kaum zum Angeln.

Vattern ist zwar gut in Deutschland angekommen (hier nochmal ein großes Lob und ein großes Dankeschön an den ADAC), aber er ist doch sehr krank und kommt um eine neue Herzklappe nicht herum. Hoffentlich gibt es bald einen OP-Termin, ständige Atemnot ist extrem ätzend...

Anglerisch ist auch kaum was zu berichten. Neben einigen handlangn Barschen, einem 40er Schniepelhecht und einem versiebten Hammerbiss direkt vor den Füßen eines ü80er Hecht auf ASP-Spinner gabs lediglich wieder ein paar gierige Schleimer, die schneller am Wobbler waren als die Hechte...







Das wars auch schon gewesen mit den angelerischen Neuigkeiten, werden auch mal wieder bessere Zeiten kommen. Momentan habe ich aber eindeutig andere Prioritäten...

In diesem Sinne bis bald,

euer Lahnfischer

Montag, Juni 22, 2009

Urlaubsende

Hi @ all,

auch die 2. Woche meines Urlaubs war wettertechnisch einfach eine Schande, anglerisch ebenso, die Fische wollten einfach nicht beissen.

Lediglich Mittwoch hatte ich auf Wobbler 3 Bisse, von denen ich lediglich einen verwandeln konnte und der sich als erster kleiner Schleimer 2009 herausstellte.



Nachts kam es dann ganz dicke:

Meine Eltern hatten goldene Hochzeit und wollten dem Rummel mit einem Urlaub in Ungarn aus dem Weg gehen. Mittwoch Nacht erlitt Dad dann einen schweren Herzinfarkt in Ungarn und wurde 40 Km weiter in eine Klinik und sofort auf die Intensivstation verbracht.
Ist schon schlimm, wenn man so weit weg ist und nicht helfend eingereifen kann, außer Muttern versuchen, am Telefon zu trösten... :(

Heute verabredete ich mich mit Kumpel Sebastian zum gemeinsamen Angeln, konnte ich doch von hier aus in Ungarn eh nicht ausrichten. Gleich Anfangs, während des Angelns dann der erlösende Anruf vom ADAC, den ich zwischenzeitlich eingeschaltet hatte:

Vattern ist über den Berg und wird Ende nächster Woche mit nem gelben Lazarettflieger heimgebracht.

Danach fischte es sich gleich viel entspannter, auch wenn die Fische nicht so richtig mitspielen wollten. Unterhalb eines Wehres befischte ich dann ein mitten in Flussmitte liegendes Krautfeld und hatte auf einen alten Joker gewechselt, einen 10 cm Dorado Deadfish. Der Köder schießt beim Twitchen wirklich vollkommen unkontolliert durchs Wasser und hatte mir schon in der Vergangenheit so manchen Angeltag gerettet.

Über das Krautfeld geworfen und den Köder langsam eingetwitcht, blieb ich dann erst einmal in selbigem hängen. Mit einigen kräftigen Pulls drosch ich den Wobbler mitten durchs Kraut, der Köder kam frei, ich machte 1-2 Kurbelumdrehungen und hing schon wieder irgendwo fest. Also noch mal krätig geschlagen und eine heftige Flucht war die Antwort.

Hatte ich doch tatsächlich einen ordentlichen Vertreter der Marke Esox im Krautfeld aufgeschreckt und der schien recht sicher zu hängen. Nach heftigem Drill...



behielt ich aber die Nerven und gewann langsam Oberhand...





Schließlich hatte ich den Hecht vor den Füßen im Wasser, aber zunächst ein kleines Problem: Die Haken saßen so dämlich, dass ein Kiemengriff äußerst gewagt war. Der Bauchdrilling hing sauber im Maulwinkel, der Schwanzdrilling saß genau dort, wo die Kiemenbögen zusammenlaufen und einen Kescher oder einen Grip hatte ich nicht greifbar.

Schließlich löste ich mit der Arterienklemme den Schwanzdrilling noch im Wasser und konnte dann beherzt zugreifen.
Hier ist er nun in voller Pracht, herrlich gezeichnet und mit wirklich sehr kräftigem Gebiss ausgestattet...





Endlich, zu guter Letzt, doch noch einen sehr schönen Hecht gefangen, da störte es mich auch nicht weiter, dass das der einzige Biss des Tages bleiben sollte.

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Dienstag, Juni 09, 2009

Frustabbau mittels Hornets

Hi @ all,

da ich momentan scheinbar groß "Dauerhechtschneider" auf meiner Stirn stehen habe, versuchte ich mich einfach mal wieder an anderen Zielfischen wie Döbel, Barsch und Forelle, die Hornets sollten es richten und mich etwas aufbauen.

Also ne Fließstrecke unterhalb eines Lahnwehres angefahren und schnell in die Wathosen gestiegen. Damit auch ja nichts schiefgeht, kam anstelle der dünnen Gefochtenen noch ne 020er Mono zum Einsatz, denn die Lahn ist derzeitig niedrig und recht klar. Selbstverständlich kam aber zwischen Mono und Köder wie immer ein dünnes Stahlvorfach, man weiß ja nie...

Kaum hatte ich die ersten Würfe gemacht, grollte es bedrohlich hinter mir vom Himmel, ein fettes Gewitter im Anmarsch.
Also schnell raus aus dem Wasser und ab ins Auto, die Sache aussitzen.

Nachdem das Gewitter abgezogen war, ging es sofort wieder die paar Meter ans Wasser und ran an die Döbel.
Doch die erste halbe Stunde tat sich reichlich wenig, genaugenommen gar nix. Also verschiedene Hornet-Dekors ausprobiert und irgendwann schien ich das richtige gefunden zu haben, denn plötzlich war die Rute mächtig krumm.

Nach ordentlichem Drill inkl. dem mißlungenen Versuch, einige Unterwasserdrillbilder zu schießen (waren total undeutlich, fast nichts zu erkennen), konnte ich schließlich einen gut 50er Döbel landen :)



Der Hornet war vollkommen inhalliert...



Danach gabs wieder eine Flaute und ich watete langsam stromauf, direkt unter das Wehr.

Dabei kam ich an einem Schwanennest vorbei, Mama Schwan fauchte etwas, blieb aber ansonsten friedlich...



Unterm Wehr gelang es mir schließlich, mehrere kleinere Döbel und 3 kleine Bachforellen zu verhaften, hier die größte der Bafos...



Das nächste Gewitter war im Anmarsch und ich suchte Schutz unter dem Dach einer Rechenanlage eines Kleinkraftwerkes. Das Gewitter zog schnell wieder ab und ich fischte mich nun unter dem Wehr zur anderen Seite hin und hatte plötzlich ne gute 40er Bachforelle im Drill, die sich leider losschlagen konnte.

Egal, hier steht der Fisch, also weiter im Programm.

Der nächste Döbel ließ nicht lange auf sich warten...



...und schließlich kurz vor dem anderen Ufer ein äußerst spektakulärer Biß, direkt nach dem Auftreffen des Hornets auf der Wasseroberfläche. Ein richtig fetter Döbel sprang in voller Länge aus dem Wasser und schon war die Rute krumm. Im Drill wurde der Dickdöbel bis vor meine Füße von einem etwa gleichgroßen Döbel begleitet, ich dachte immer, nur Barsche wären futterneidisch...?

Schließlich konnte ich den Döbel sicher mit der Hand landen, da mußte ich sogar mal das Maßband anlegen, welches stolze 62 cm anzeigte... :)

Warum auch immer, die Digi streikte in diesem Moment und ließ sich partout nicht anschalten. Also ließ ich den Dickkopf schweren Herzens ohne Bild wieder schwimmen.
Nachdem ich den Akku einmal herausgenommen hatte und wieder einsetzte, lief das doofe Ding dann wieder... ?

Das nächste Gewitter zwang mich dann wieder zu einer Pause, die ungefähr 3 Zigarettenlängen dauerte. Der erste Wurf danach brachte dann noch diesen gut 40er Döbel...



und ich fischte mich langsam auf dieser Seite wieder in Richtung Auto zurück. Unter einem Busch konnte ich dann diese gepunktete Schönheit überlisten, die demnächst meinen Räucherofen schmücken wird.



Nur wenige Meter weiter hatte ich die nächste größere Bachforelle im Drill, doch leider stieg auch diese wieder aus.

Dann sollte sich bis zum Auto rein gar nichts mehr tun und ich stieg aus meiner Wathose. Einer Eingebung folgend, schnappte ich mir dann die schwere Skelli und eine Wobblerbox und lief nochmals stromauf über das Wehr.
Meine Wahl fiel auf einen flachlaufenden Fatso-Crank und der erste Wurf oberhalb ging quer zur Wehrkrone und lief direkt an den dortigen Seerosen lang. Direkt an der Seerosenkante gabs einen mordsmäßigen Schwall und Ruck in der Rute, doch der Anschlag ging ins Leere. Nach einem deftigen Kraftausdruck nochmals die gleiche Bahn geworfen und zügig eingekurbelt. Genau an der gleichen Stelle wie zuvor erfolgte prompt die 2. Attacke auf den Fatso und dieses Mal saß der Anschlag.
Nach heftigem Drill, in dem der Hecht beinahe über die Wehrkrone marschiert wäre, konnte ich diesen schließlich sicher mittels Kiemengriff landen und auch der letzte Frust war wie weggeblasen.



Das nächste Grollen im Hintergrund ließ mich nun eiligst den Heimweg antreten, aber Schneider sehen anders aus... ;)

Sonntag, Juni 07, 2009

Weiterhin sehr zähe Angelei

Hi @ all,

weiterhin gehe ich leider meistens als Schneider nach hause oder ein handlanger Barsch entschneidert mich gerade so eben.
Egal, ob ich große oder kleine Köder verwende, ob Wobbler, Gummi, Jerks, die Fische beißen bei mir nicht.
Woran das liegt, keine Ahnung...???

Vor einer guten Woche hatte ich dann doch endlich mal einen richtig guten Hecht (deutlich ü90)an der Rute, der sich meinen 6er Saltshaker in MahiMahi einverleibt hatte. Leider konnte ich den trotz geschlossener Bremse nicht davon abhalten, in einen versunkenen Baum zu flüchten, wo er mir dann abriss. Hoffentlich wird er den Köder schnell wieder los... :(

Gestern war ich mit Kumpel Sebastian am Wasser: er fing 2 kleinere Hechte und 2 mittlere Barsche, verlor einen sehr großen Fisch durch Schnurbruch :(, ich dagegen konnte mich gerade mal durch einen handlangen Barsch vor der Totalpleite retten.

Auch 2 weitere, versehentlich noch knapp vor Ende der Schonzeit gefangene Zander...





...können mich nicht über den schlechtesten Saisonstart seit vielen Jahren hinwegtrösten. Seitdem ich sie gezielt beangeln darf und dies auch mache, läßt sich keiner mehr blicken...:(

Sei es drum, ich habe jetzt 2 Wochen Urlaub und da sollte es doch mit dem Deibel zugehen, wenn ich nicht doch noch den einen oder anderen vorzeigbaren Hecht hier präsentieren könnte.

In froher Erwartung dessen, was jetzt kommen möge und mit lieben Grüßen,

euer Lahnfischer

Freitag, Mai 29, 2009

Spinnfishing light

Hi @ all,

nach diversen Schneidertagen beim Hechtangeln hatte ich heute die Nase voll von den Hechten und begab mich mal mit Wathosen und kleinen Ködern unter ein Wehr, um wenigstens mal wieder irgend etwas zu fangen.

Mitten Im Wehrschuß begann ich also mit einem Hornet und der fand auch recht schnell einige dankbare Abnehmer in Form von 3 kleineren Döbeln, hier mal der größte davon...



Dann hatte ich neben diversen Fehlbissen noch ne ca. 35er Bafo dran, die sich aber kurz vor dem Kescher abschütteln konnte.

Das erste Ziel, endlich mal wieder etwas zu fangen, war jedenfalls erfüllt und ich schwenkte mal um auf einen 7 cm Popper von Berkley, mit dem ich einige Kehrströmungen abfischte.

Auch hier ließ der erste Biß nicht lange auf sich warten und es gab eine Premiere - meine 1. Bachforelle auf Popper *g*



Ein paar Meter weiter kam dann der nächste spektakuläre Biß und nach munterem Drill an der leichten Skelli...



konnte ich - oh Wunder - diesen ca. 65er bis 70er Hecht sicher mit der Hand landen. Gibt also doch noch welche in der Lahn...



Auf Popper biss nun nichts mehr und ich klinkte wieder einen Hornet an den kleinen Karabiner. Außer ein paar Minibarsche tat sich zunächst nicht viel, bis ich dann endlich in scharfer Strömung einen heftigen Biß bekam.
Nach einigem Hin und Her konnte ich endlich den 1. 50er Döbel des Jahres vor die Linse halten.



Oberhalb des Wehres fing ich dann sogar noch einen halbwegs vorzeigbaren Barsch



...und ich machte mich hochzufrieden auf den Heimweg... :)

Bis bald,

euer Lahni

Donnerstag, Mai 14, 2009

An den Hechten vorbei...

Hi @ all,

Seit fast 4 Wochen bin ich Hechtschneider und das zur angblich besten Saison des Jahres. Leider bin ich arbeitsmäßig sehr viel eingespannt, aber trotzdem hatte ich schon einige Schneider zu verzeichnen.

Aktuell hat die Lahn hat ein mittleres Hochwasser und da gibts natürlich eine ganze Reihe an Hotspots, die es nun in sich haben sollten. Gestern spätnachmittag befischte ich schon mal für 2 Stündchen einen davon und hatte insgesamt 2 Drillaussteiger. Einer war ein ca. 60er Hecht, der gleich nach dem Biß auf nen 6er Saltshaker, in Fangsaufarbe MahiMahi, aus dem Wasser sprang und den Haken abschüttelte, der 2. Biß kam auf ne Gummipeitsche (Manns Gigagrub), machte kurz richtig Rabbatz, ging sogar über die Bremse und schlitzte schließlich aus, ohne daß ich später Bißspuren hätte feststellen können :(
Ansonsten war es ziemlich naß und mau.

Heute ging es gegen 16.00 Uhr wieder ans den besagten Hotspot, doch sollte sich bis gegen 18 Uhr absolut nichts tun.

Also weiter zum nächsten Hotspot gefahren...

Hier tat sich jedoch trotz 2 Stunden intensivster Bemühungen auch nicht viel und ich wollte eigentlich heimfahren. Dann warf ich am Auto die Stelle mit dem MahiMahi doch noch einmal gründlich ab und es knallte innerhalb von 5 Würfen gleich 3 x.

Der 1. gehakte Fisch stieg leider nach wenigen Sekunden aus. Aber schon 2 Würfe später ein brachialer Biß und nach heftigem Drill konnte ich diesen Zander keschern.



Nach dem schnellen Vermessen (79 cm) ein schnelles LH-Foto...



und sofort ab zurück ins Wasser.

Ich wollte eigentlich aufhören, dachte mir aber, komm, noch ne Zigarettenlänge... Ich machte 2 Würfe und wieder schlug es in die Rute ein wie der Blitz.

Den Rest kennt ihr ja schon...





Vermessen hab ich den nicht, dürfte aber so um die 65 gehabt haben und war richtig moppelig für diese Jahreszeit. Da die zander ja bekanntlich noch geschont sind, beendete ich nun schleunigst das weitere Angeln, schließlich war der Zielfisch ein anderer und ich wollte es vermeiden, noch weitere der geschonten Zander zu haken.

Die Zander stehen hier, meiner Meinung nach, nicht mehr über den Nestern, sonst hätte es schon beim ersten Abfischen dieses Streckenabschnittes geknallt.
Die waren einfach auf Raub aus und waren wirklich alles andere als schlank für diese Jahreszeit...


Vielleicht melden die sich ja nach der Schonzeit noch mal bei mir zurück, denn Zanderfilet ist schon lecker... ;)

In diesem Sinne,

liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Dienstag, Mai 05, 2009

Fast abgesoffen...

Hi @ all,

da die Hechte mich zur Zeit nicht mögen, bin ich heute mal mit den Wathosen unter ein Lahnwehr gegangen, um mit kleinen Ködern Döbel und co zu ärgern und endlich mal wieder was zu fangen.

Gleich am Anfang im Wehrschuß hatte ich auf Hornet einen ca. 40-45er Döbel, kam aber an die Digicam nicht dran, da ich Ochse die in der Hose unter der Wathose hatte.

Etwas später, ich hatte Kumpel Kai dort angetroffen, versuchte ich erstmals ein paar neue super Rapfenköder des poln. Rapfenpapstes Robert Hamer, hier ein Bild davon:



Die Dinger lassen sich bis an den Horzont werfen und vibrieren bei schnellem Einkurbeln wirklich unwiderstehlich.

Auf einen der oberen 10 cm langen Köder hatte ich innerhalb von 4 Würfen 2 brachiale Bisse, wovon ich allerdings nur einen verwerten konnte und mir der richtig kapitale Fisch aber leider im Drill ausstieg. Ob das nun ein Rapfen oder (wahrscheinlich) doch eher ein sehr großer Döbel war, keine Ahnung, die Einschläge waren jedenfalls hammerhart.

Beim nächsten Wurf bekam ich dann einen Hänger und wollte diesen unbedingt lösen. Dafür lief ich im Wehr an eine andere Stelle, um den Zugwinkel zu ändern. Leider unterschätzte ich dabei die Strömung total, es riß mir voll die Beine weg und ich lag mitten im Wehrschuß und war kurz davor, von der Strömung mitgerissen zu werden.
Irgendwie konnte ich mich doch noch festhalten und das Wehr wieder hochkrabbeln, was mit vollgelaufenen Wathosen gar nicht so einfach ist.

Der Köder wurde dann einfach abgerissen (hätte ich Depp auch vorher machen können) und triefend naß machte ich mich notgedrungen auf den Heimweg.

Kinders,

das hätte echt ins Auge gehen können, mir ging ehrlich gesagt für nen guten Moment richtig die Muffe, paßt also auf, wenn ihr mit Wathosen ins Wasser geht :!:

In diesem Sinne,

euer (wieder trockener) Lahni

Sonntag, April 26, 2009

Braunalgenblüte da, die Fische wollen nicht

Hi @ all,

hier an der Lahn geht zur Zeit wegen der überaus früh ausgebrochenen alljährlichen Braunalgenblüte fast gar nichts.
2 Tage Hechtfischen, 0 Ergebnis was den Zielfisch angeht.
Mit kleinen Ködern unter einem Wehr konnte ich mich wenigstens einen Tag entschneidern.

Da war zunächst eine größenwahnsinnige Raubbarbe auf Frenzy Diver...



und ein mittelprächtiger Barsch auf ASP-Spinner



Jetzt kann nur ein kleines Zwischentief, verbunden mit ordentlich regen und einem leichten Hochwasser schnell dafür sorgen, daß ´die Algenblüte verschwindet, dann fressen die Fische auch wieder richtig.

Werde es die kommende Woche mal wieder an meinem heißgeliebten Seeweiher versuchen, da müßten die Hechte in Beißlaune sein.

Bis dahin liebe Grüße

euer Lahnfischer

Freitag, April 17, 2009

Geglückter Saisonstart

Hi @ all,

Ich war gestern zur Hechtsaisoneröffnung unterwegs, beeilte mich mit dem Arbeiten und war schon gegen 13.00 Uhr am Wasser. Dieses war, ungewöhnlich für diese frühe Jahreszeit, schon sehr bräunlich, scheinbar haben die gut 2 Wochen purer Sonnenschein ausgereicht, um die alljährlich wiederkehrende Braunalgenlüte, die stets für schlechte Fänge sorgt, ausbrechen zu lassen.

Ich fischte zunächst unter einem Wehr und verlor prompt einen 4Play-Liplure durch einen Hänger :(

Unterm Wehr tat sich gar nichts, also über das Wehr. Da tat sich aber auch rein gar nichts und ich versuchte es mal mit Gufis in verschiedenen Größen in den Tiefen der Staustufe.
Dieser 30er Barsch auf einen 8 cm Kopyto entschneiderte mich wenigstens, aber mir schwante nichts Gutes, denn ist der erste Fisch ein Barsch....



Da sich in dort nichts mehr tat, bin ich mal an eine Staustufe gefahren und versuchte mich ein gutes Stück oberhalb vom Wehr mit Jerkbaits. Doch leider, obwohl es förmlich nach Hecht roch, gab es keinerlei Kontakt.

Bin dann unter das nächste Wehr gefahren und bekam auf einen Liplure in Perch einen echt fetten Nachläufer, der sich aber nicht entschließen konnte, zuzupacken. Kurz darauf hatte ich sogar einen Nachläufer in Form von einem 20-Pfund-Karpfen, doch auch der drehte am Ufer wieder ab ;)

Ich wechselte dann auf einen großen Warrior Crank, weiter Wurf vor das gegenüberliegende Ufer ins schäumende Wasser, 2 Kurbelumdrehungen und schon gab es einen ordentlichen Schlag in die Rute.
Nach ordentlichem Drill mit einer Sprungeinlage konnte ich schließlich diesen 79er Hecht sicher landen, der scheinbar noch einen fetten Happen im Bauch hatte.





Hab mich dann anschließend mit Kumpel Sebastian am nächsten Wehr getroffen. Oberhalb und unterhalb des Wehres ging rein gar nichts, erst an der Einmündung eines Turbinengrabens bekam ich auf den Liplure in Perch 2 heftigste Attacken hintereinander, doch der gut 70er Hecht blieb leider nicht hängen.
Ca. 5 Minuten später schoß der Hecht beim herausheben des Köders voll drauf, hing auch kurz, konnnte sich dann aber doch wieder losschütteln und nun hatten sowohl er als auch ich langsam die Nase voll und ich machte mich langsam auf den Rückweg...

War alles in allem ein schöner Tag, leider habe ich jetzt 3 Tage Doppeldienst, so daß ich vor nächster Woche nicht mehr ans Wasser komme.

Die Saison ist erfolgreich eröffnet, was will man mehr...

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Freitag, April 10, 2009

3. Versuch an der Weil

Hi @ all,

bei strahlendem Sonnenschein ging es heute mit Kumpel Sebastian wieder an die Weil. Dort angkommen, sahen wir, daß der Wasserstand schon mächtig zurückgegangen ist und das Wasser glasklar war.





Wir machten viel Strecke, aber außer einigen vorwitzigen Forellenschniepeln sollte sich absolut nicht tun.



Am frühen Nachmittag ging es dann nochmal an ein Lahnwehr, wo wir es ober- und unterhalb mit Dropshot und Tauwürmern versuchten.
Doch wieder einmal gab es lediglich einige Kaulbarsche...



Doch was soll es, ab Donnerstag ist der Hecht wieder auf und es darf endlich an der Lahn wieder mit Kunstködern gefischt werden. Dann gibts auch sicherlich wieder anständige Fische hier zu sehen.

Bis dahin verbleibe ich mit vielen Grüßen

euer Lahnfischer