Mittwoch, Mai 15, 2013

Zusammenfassung Frühjahr 2013

Hi @ all,

wieder einmal ist eine lange Zeit vergangen, seitdem ich mich das letzte Mal hier gemeldet habe. Im März ließ ich mir meinen Tennisarm operieren, dazu kam der elend lange Winter und das kalte Frühjahr, so viel gabs da nicht zu berichten.

Kurz vor Ende der Schonzeit wagte ich einige erste zaghafte Versuche mit Tauwurm am Droshot, um zu sehen, ob der Arm das schon mitmacht und ob die Barsche mitspielen würden. Ich konnte tatsächlich einige Barsche fangen, allerdings waren es nicht viele und auch die Größe war nicht sonderlich berauschend. Aber egal, der Arm spielte am leichten Gerät mit und endlich zappelte mal wieder was am Haken...





Einige Tage später versuchte ich es dann einmal unterhalb eines Wehres an einer Strömungskante in der Hoffnung, dort auch mal einen dicken Döbel abzugreifen. Gleich der erste Wurf an die Strömungskante brachte dann auch schon einen richtig fetten 58er Dickschädel zum Vorschein :)



Das sollte aber dann auch der einzig Vorzeigbare gewesen sein, ansonsten biß nur die Kinderstube, aber was solls.

Zum Beginn der Hechtsaison am 16.4. war die Lahn relativ hoch und braun, eher Zanderwasser, aber die wollte ich ja ob deren anhaltender Schonzeit nicht fangen. Zudem war ich mir recht sicher, dass die Hechte dort noch mit dem Ablaichen beschäftigt waren, was sich im Nachhinein als richtig herausstellen sollte.

Aber da gibt es ja noch diesen verkrauteten flachen Vereinsweiher...;)
Am späten Vormittag machte ich dann dort einige erste vorsichtige Würfe mit der Jerkrute. Der Arm spielte einigermaßen mit, auch wenn noch keine Rekordwurfweiten erzielbar waren. Das war aber auch nicht so wichtig, die Hechte sollten sich ja eh noch in Ufernähe aufhalten. Insgesamt bekam ich dort innerhalb 3 Stunden 3 Attacken, wobei ich eine davon verwandeln konnte. Der erste Hecht der neuen Saison war gefangen, here we are...





Dieser Hecht hatte eindeutig schon abgelaicht, ebenso die Hechte, die einige Kumpels von mir dort fingen. Ich beendete gegen Mittag den ersten Angeltag, schließlich wollte ich es mit meinem Arm nicht übertreiben.

In den nächsten 2 Wochen fing ich dann dort noch einige weitere Hechte, allerdings alles nichts aufregendes von der Größe her, aber die Größe kann man sich ja bekanntlich nicht aussuchen. An mangelnder Ködergröße lag es jedenfalls nicht...







Die Hechte in der Lahn waren tatsächlich noch voll im Laichgeschäft, wie ich bei einigen wenigen zaghaften und kurzen Versuchen selbst beobachten konnte. Wenn ich an letztes Jahr denke, da waren die Hechte am 16.4. längst fertig und es gab schon eine blühende Unterwasservegetation. Von daher war die Natur im Vergleich zum Vorjahr sicherlich 4 Wochen zurück.

Am 2. und 3.Mai konnte ich schließlich doch die ersten beiden Lahnhechte fangen,





...wobei an den im letzten Jahr so erfolgreichen Frühjahrsspots bis heute noch nicht einmal eine Attacke erfolgt ist. Ich machte aber auch keine Gewalttouren, sondern immer nur Kurzeinsätze von 2-3 Stunden, um den operierten Arm nicht zu überlasten.

Nachdem ich dann meine erste Arbeitswoche erfolgreich hinter mich gebracht hatte, hies es am 12.5. erst einmal ausschlafen.
Am frühen Nachmittag machte ich mich dann endlich wieder auf den Weg an die Lahn, eigentlich sollten doch endlich die Hechte beißen. Doch denkste, oberhalb des ersten Wehres ging einfach gar nix, obwohl es da förmlich nach Hecht stank.

Also Plan B und unterhalb mit einem 4 cm Hornet gefischt. Am Auslauf des Turbinengrabens dann in einer kleinen Kurbelpause ein mörderischer Einschlag, die alte leichte Skelli krumm bis zum Handteil. Nach ein paar mal Bocken marschierte der Fisch scheinbar unaufhaltbar mit der starken Strömung flussab, immer wieder fuhren dumpfe Schläge in die Rute. Viel konnte ich nicht dagegen halten, also einfach erst mal abwarten und die Bremse etwas stärker einstellen. Zu viel ging aber auch nicht, hatte doch nur ne 010er Power Pro, einen Meter 025er Mono und ein 5-Kilo 7Strand dagegen zu halten, außerdem sind die kleinen Drillinge des Hornets auch recht filigran. Irgendwann blieb der Fisch stehen und ich konnte ihn ein wenig heranpumpen, was aber sofort mit der nächsten Flucht beantwortet wurde. Ich wills kurz machen, irgendwann nach langen Minuten hatte ich den Fisch in meiner Nähe und meine Vermutung wurde bestätigt...





Schließlich nach einigen weiteren Fluchten konnte ich den Kuno mit dem Wallergriff landen, der Hornet war tief inhalliert und saß sicher mit beiden Drillingen in den Kiemenbögen...



Hier nun noch mal in voller Länge, das Vermessen ergab 98 cm, da hat der Räucherofen demnächst tüchtig was zu tun... ;)



Neben einem heftigen Fehlbiss ging dort nichts mehr und ich watete hoch direkt unters Wehr in der Hoffnung auf eine schöne Forelle. Doch auch da tat sich nichts und ich watete den schmalen Kanal mit seiner reißenden Strömung herunter. Dort fing ich dann zunächst einen handlangen Döbel, bei dem ich mir das Foto sparte. Ein paar Meter weiter der nächste Einschlag und dieser Fisch ließ sich wieder nicht halten. Ich stolperte dem Fisch, der immer wieder Schnur nahm, den ganzen Kanal hinterher und noch weiter herunter. Erst fast bei meinem Einstieg bekam ich den Fisch richtig unter Kontrolle und konnte ihn schließlich im letzten Moment stranden, bevor sich der aufgebogene Haken löste...

Hier nun der Übeltäter, eine richtig gut gebaute 73er Barbe...





Ich versuchte es danach noch an 2 weiteren Stellen auf Hecht, doch die ließen sich auch weiterhin nicht blicken, was mir aber letztlich völlig egal war...

Morgen werde ich einmal einen neuen Versuch auf Meister Esox unternehmen, Plan B ist aber immer im Hinterkopf, ich werde euch dieses Mal früher auf dem Laufenden halten, versprochen!

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Dienstag, Januar 29, 2013

Petition zur europaweiten Regulierung der Kormoranbestände




Der Zeitschriften-Verlag Paul Parey hat eine öffentliche Petition zur europaweiten Bestandsregulierung des Fischfeindes Nr. 1, dem Kormoran, auch genannt: "die schwarze Pest" gestartet.

Sie richtet sich an unsere derzeitige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner:

1,6 Millionen Kormorane sind zuviel

Jeder Kormoran frisst durchschnittlich etwa 500 Gramm Fisch/Tag, alleine in West-Europa beträgt der Fischschaden durcfh Kormoranfrass 240.000 Tonnen jährlich, nicht eingerechnet die Vielzahl an Fischen, die lediglich schwer verletzt werden und später eingehen, darunter ohnehin schon bedrohte Fischarten wie Äsche und Aal.

Ziel ist es nicht, den Kormoran auszurotten, aber auf ein erträgliches Mass zu reduzieren.

Die Unterschriftenliste trägt die Forderung: Unsere Fische schützen - Kormorane jagen.

Wer diese Aktion unterstützen möchte, der sollte sich unter folgendem Link eintragen:



Das Ganze dauert keine Minute, dieser kurze Zeitaufwand sollte uns Anglern der Schutz unserer Fischbestände wert sein!



PS: An der Lahn überwintern alleine jährlich ca. 1000 Kormorane. 1000 Kormorane multipliziert mit 0,5 Kg Fisch multipliziert mit ca. 150 Tagen Verweildauer ergibt eine unglaubliche Menge von ca. 70 Tonnen Fischverlust! Ein Aderlass, den ein so kleiner Fluss wahrlich nur schwer verkraften kann. Entsprechend sind die Fangergebnisse seit dem regelmäßigen Kormoraneinfall konstant Jahr für Jahr zurückgegangen.
Als Beispiel sei der Hecht in meinem Vereinsabschnitt des FSV-Oberlahns genannt. Wurden bis Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre noch regelmäßig jährlich etwa 1200 Hechte gefangen, so sind das heute gerade einmal noch 300-400 Hechte, bei den Zandern ist der Unterschied noch gravierender...

Sonntag, Januar 13, 2013

Neujahrszander

Hi @ all und zunächst ein frohes neues Jahr in die Runde :D

An Neujahr gegen Mittag gings zum Alkoholausdünsten an die Lahn mit langsam ablaufenden Hochwasser, den Zandern ein frohes neues Jahr wünschen...

Nach ca. 30 Min. bekam ich auf 15 cm SlottieS einen Möderbiss. Nach dem Anschlag gabs ne tierisch krumme Rute und starke Schläge bis ins Handgelenk, leider nur für wenige Sekunden, dann stieg mir der Fisch aus.

Ich hatte es mit einem typischen Kopfbiss zu tun, wie man am Gummi eindeutig sehen kann, da hätte ein Kopfdrilling sicher gute Dienste geleistet.



Etwa eine Stunde später dann ein Hammerbiss auf 12 cm SlottieS, den ich nun der Wasserfärbung entsprechend in einem Grünton fischte. Ich machte sofort Druck und recht schnell kam ein guter Zander an die Oberfläche und tobte dort, ständig den Kopf hin und herschmeissend, das Wasser schaumig. Ich hielt mit aller Gewalt entgegen und liess dem Zander keinen Meter Platz. Der Kescher lag zum Glück griffbereit und nach kurzem harten Kampf konnte ich den Neujahrszander sicher landen :)



Der Köder war komplett inhalliert, der Zusatzdrilling hing im Schlundeingang, den wollte der wirklich haben...



Auf dem Bild ist rechts oberhalb des Maulwinkels ein Riss im Maul zu erkennen, der könnte vom ersten Biss her stammen, scheint jedenfalls kürzlich schon mal mit einem Haken Bekanntschaft gemacht zu haben.

Das Vermessen ergab 78 cm und schwer war der auch für seine Grösse...



Ich hörte dann bald darauf mit dem Angeln auf, denn viel besser konnte das neue Jahr wahrlich nicht beginnen und mein rechter Arm gab schon wieder deutlich zu verstehen, dass der Tennisarm wieder akut ist.

Seitdem war ich auch nicht mehr am Wasser. Ich hoffe, den Arm bis zum Beginn der neuen Saison endgültig auskuriert zu haben und freue mich schon auf den 16.4., wenn der Hecht hier wieder aufgeht, da habe ich mir nämlich ne Woche Urlaub eingetragen... ;)

Vorher werde ich es bei aufkommenden wärmeren Temperaturen sicherlich das eine oder andere Mal mit Dropshot und Tauwürmern auf Barsche versuchen, um die Schonzeit etwas zu überbrücken, wenn das klappt, werdet ihr das hier erfahren.

Bis dahin liebe Grüsse,

euer Lahnfischer

Montag, Dezember 24, 2012

Jahresende

Hi @ all,

ich wünsche allen Lesern hier und auch dem Rest der Welt ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Anglerisch gibt es seit meinem letzten Post nicht viel Aufregendes zu berichten. Ich konnte noch einige Hechte in der Lahn und am Seeweiher dingfest machen, wobei da keine wirklich große Fische dabei waren, aber die Größe kann man sich ja bekanntlich nicht aussuchen... ;)











Die Barsche waren dieses Jahr deutlich schwerer zu fangen als im letzten Jahr, aber einige gab es dann doch beim Dropshotten mit Tauwurm...





Beim Barschjiggen gabs nen kleinen Zander als erfreulichen Beifang...



...und diesen ultrafetten Großzander landete ich für einen anderen Angler, mir selbst blieb beim ersten Winterhochwasser das Fangglück leider versagt...



Mal schauen, ob es bis Ende Januar noch mal mit einem ordentlichen Hecht oder Zander klappt, wenn nicht ist es auch nicht schlimm.

Die Saison neigt sich nun rasch dem Ende zu, aber nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison. Bei dem derzeitig vorhandenen guten Hechtbestand in der Lahn bin ich für die kommende Saison optimistisch gestimmt und verbleibe mit lieben Grüßen,

euer Lahnfischer

Donnerstag, November 29, 2012

Betrügerische Werbung durch gefaktes Angelvideo?

Hi @ all,

dieser offensichtlich gefakter Zanderdrill beschäftigt momentan sehr viele Angler und damit Verbraucher der Angelgeräteindustrie.

Das Video wurde vom "Raubfischweltmeister" D.Isaiasch bei youtube und totalfishing.NL hochgeladen und nach sehr vielen Protesten und negativen Kommentaren wieder gelöscht, ein Statement dazu seinerseits oder eines seines Arbeitgebers, der Fa. Fox Rage, darüber gibt es leider bis heute nicht.

Zusammenfassung: Ein offensichtlich toter Zander wird "gedrillt" und dann stolz in die Kamera gehalten. Der Zander hat Glupschaugen wie bei der Trommelsucht, dabei läuft der Köder nur um die 3 Meter Tiefe; keinerlei Gegenwehr des Zanders, um dies zu verschleiern taucht der "Weltmeister" immer wieder die Rute tief ins Wasser ein; der Rollenbügel wird während des "Drills" geöffnet; der Zander ploppt an die Oberfläche wie ein Korken; die Rückenflosse bei der Präsentation wird per Daumen aufgestellt...

Vor allem in vielen Angelforen wird dieses Thema heiß diskutiert, es gibt mittlerweile sogar eine offene Gruppe bei Facebook mit dem Namen: "Tote Zander drillt man nicht".

Ich finde es schon schlimm genug, dass wir als Endverbraucher für so dämlich gehalten werden, einen so offensichtlichen Beschiss nicht als solchen zu erkennen. Viele Experten hüllen sich in Schweigen, aber wenigstens 2 angesehene Raubfischexperten, U. Beyer und B. Rozemeijer, haben zwischenzeitlich klar dazu Stellung bezogen und dieses verurteilt:

Zitat U. Beyer auf Facebook:

"Eine Interessante Initiative habt Ihr hier ins Leben gerufen! Ich bin sehr gespannt, wie die betroffenen Stellen darauf reagieren und wünsche dem Angeln und der Branche, dass soetwas nie, nie wieder passiert!"

Zitat U. Beyer auf Facebook:

"Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, gewinnt Freunde und Feinde und sollte immer sehr vorsichtig sein. Das gilt natürlich auch für mich und ich habe lange überlegt, wie ich mit "diesem Vorfall" umgehe. Es gibt Gründe, den Mund zu halten, da haben die Kritiker Recht. Falsch ist aber, wenn den Film-Protagonisten generell unterstellt wird, alles sei Fake und Ködervermarktung. Da gibt es wesentliche Unterschiede und ich lege großen Wert darauf, dass das mit mir nicht passiert. "Angeboten" wurde mir das auch schon, ich hab´s aber abgelehnt und werde das, auch bei noch so großem Druck, sicher nicht tun. Da mögen das einige Angler auch gern "herbeireden" wollen. Der Grund für meine öffentliche Beteiligung an dieser Diskussion liegt darin begründet, dass ich genau das befürchte, was jetzt schon einige hier herbeireden wollen: "Die sind doch da alle gleich!" usw. - genau das ist ein falscher Eindruck und darauf bin ich sehr stolz. Noch wichtiger: Sicher ist das, was Dietmar uns da "verkaufen will", kein Einzelfall, aber ein besonderer Extremfall, der auch besonders Gläubigen auffallen sollte und extrem Angriffsfläche der Angelei insgesamt bietet. Dagegen muss sich jeder einzelne, dem das Angeln am Herzen liegt, wehren. So gesehen habe ich natürlich auch ein anglerisches wie auch kommerzielles Interesse daran, dass diese Auswüchse unterbunden werden. Anstatt zu diesen "Vorwürfen" öffentlich Stellung zu beziehen, wird das Video stickum gelöscht und abgetaucht. Was denkt der halbwegs kritische Mensch dazu?"

Zitat U. Beyer aus Facebook:

"Es MAG SEIN, dass der Fisch tatsächlich noch durchblutet wird. Die Kombination eines leblos an der Oberfläche auftauchenden Fisches mit Glotzaugen, der auf einen Flachläufer gebissen haben soll ist aber auch weniger erfahrenen Anglern nicht zu vermitteln. Wer letzte Zweifel daran hatte, alles könnte doch irgendwie mit "rechten Dingen" zugegangen sein, wurde durch das Löschen ohne Kommentar eines Besseren belehrt. Wo bleibt die direkte Stellungnahme von Fox und Dietmar. Ist schon ziemlich peinlich, wenn die Diskussionen so fortschreiten und keinerlei Reaktion von betroffener Stelle kommt, sondern nur "Verteidiger" aus 2. Reihe vorgeschoben werden. SO macht man keine Geschäfte und trägt sicherlich nicht zu einer ordentlichen Aufklärung eines sehr, sehr traurigen Eindrucks bei..."

Zitat U. Beyer aus dessen Forum:

"@all: Was können wir tun, um derartige "Auftritte" zu vermeiden?
1. Dietmar direkt mitteilen, dass man das missbilligt und total bescheuert findet. Je mehr Leute das tun, desto besser ist es!
2. Werbung, die auf diese Art gemacht wird, keinesfalls unterstützen. Stellt Euer Kaufverhalten so um, dass keinerlei Erfolg für diese Aktivitäten spürbar sind. Als das Fox-Zeugs auf den Markt kam, haben wir uns auch aus solchen Gründen bereits gegen eine Aufnahme von Fox-Rage entschieden. Ich bin darauf nun besonders stolz, obwohl es anfangs wegen sehr großer Werbung natürlich eine Nachfrage gab. Inzwischen mag der Druck auf Dietmar sehr groß sein, da das Programm wohl nicht gut abverkauft wurde. Zu teuer, nicht wirklich neu und reduzierte Werbeetats machen den Absatz schwieriger. Dies mag ein Antrieb für solche Kurzschlusshandlungen gewesen sein.
3. Arbeitgeber und Unterstützer auf Eure Missachtung hinweisen: Schreibt Briefe, Emails usw. an Fox und Zeitungen um Euren Unmut über solches Fehlverhalten zu unterstreichen. Wenn es keine Reaktionen gibt, wird alles so weitergehen, wie bisher. Hier stehen wir als Angler alle in einer Verantwortung und dürfen uns das Angeln nicht durch solchen Schwachsinn zerstören lassen."

Zitat B. Rozemeijer auf seiner Facebook-Seite:

"I have been thinking a long time to react or not.I cannot recall how many zanders I have caught, but for sure tens of thousands. I do not know, why an angler, any angler, would fake a catch to impress others. This zander is dead. It’s not a bit dead, it looks to me, and I am sure of it, that this fish is dead for several hours, maybe even over a day! We can speculate about the why, but for sure I ask him as we meet."

Zitat B. Rozemeijer sinngemäss übersetzt:

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich darauf reagieren soll oder nicht. Ich kann nicht mehr nachvollziehen, wieviele Zander ich gefangen habe, es waren sicher zehntausende. Ich weis auch nicht, warum ein Angler, überhaupt Angler einen Grund hätten, einen solchen Fang vorzutäuschen. Dieser Zander ist definitiv tot. Er ist auch nicht nur ein bißchen tot, für mich, und da bin ich mir ansolut sicher, ist dieser Fisch schon viele Stunden, wenn nicht gar über einen Tag lang tot. Wir können nun über die Motive von D.I. spekulieren, aber seit sicher, wenn ich ihn das nächste Mal treffe, befrage ich ihn darüber.

Fakt ist also: Dieses Video ist von Anfang an getürkt, hier wurde einem offensichtlich toten Zander nachträglich ein Köder im Maul verankert, über Board geschmissen und dann ein angelbliches Fangviedeo gedreht, um für den Köder MadMax von Fox Rage zu werben!

Was in meinen Augen aber fast noch verwerflicher erscheint, ist die Tatsache, dass scheinbar die deutsche Angelfachpresse keinerlei Interesse daran zeigt, darüber zu berichten. Auf der FB-Seite des Blinkers wurde mein Beitrag mit Link zu dem Video, verbunden mit der Bitte, auf der inzwischen vergangenen Bremer Angelmesse den dort anwesenden Herrn D.I. auf das Video anzusprechen, kommentarlos gelöscht. Auch andere Zeitschriften wie "Fisch&Fang" oder "Der Raubfisch" reagieren bislang überhaupt nicht auf die entsprechenden Threads in deren Foren. Es scheint so, als wenn die "Fachpresse" zugunsten der Angelindustrie und auf Kosten der Verbraucher lieber still hält, als dass sie vorhandene oder potentielle Werbekunden verprellen.

Lassen wir uns überraschen, ob Herr Isaiasch oder dessen Arbeitgeber und Hersteller/Vertreiber des gezeigten/nachträglich eingehängten Kunstköders "MadMax", die Firma Fox Rage, noch in irgendeiner Form zu diesem Video Stellung nimmt. Es ist ja eigentlich nicht die Frage, ob das Video gefaked ist, das war dann doch zu offensichtlich, sondern warum ein solches Video gedreht und veröffentlicht wird. Ein so guter Angler wie D.I hat das doch eigentlich gar nicht nötig!

Genauso gespannt warte ich darauf, ob sich irgendeine Angelfachzeitschrift doch noch traut, über diesen Fall zu berichten. Die nächsten Ausgaben werden das zeigen! Wenn nicht, kündige ich die entsprechenden Abos wie schon das vom Blinker, nachdem die meinen Kommentar dort gelöscht haben und der Blinker-Mitarbeiter V. Wilde sich schon auf Facebook geoutet hat, dass ich der Blinker schützend vor seine "verdienten Mitarbeiter" stellt.

Angelzeitschriften werden von Leuten gemacht, die sich durch die Bank weg als Journalisten bezeichnen. Ich habe vom Journalismus und einer Fachzeitschrift die Erwarung, Dingen auf den Grund zu gehen und den Leser darüber zu informieren, auch über Mißstände. Will ich einfach Werbung, dann schaue ich mir die Kataloge der Hersteller an. Also ihr Journalisten, zeigt, dass ihr eure Berufsbezeichnung zu Recht führt!!!

Nachdenkliche Grüße,

euer Lahnfischer

Dienstag, Oktober 02, 2012

Urlaubsrückblick

Hi @ all,

so lange auf den Urlaub gefreut und so schnell war er dann rum, aber das geht wohl allen so... ;)

Anglerisch war der Urlaub wirklich top, wie im September meist üblich, waren die Fische willig und in bester Kondition.

In der ersten Woche gab es auf kleine Köder wie Gufis, Wobbler und Topwater mächtig Stückzahl an Barschen und Döbel...













Auch auf Squirrlys gabs schöne Hechte...







Schwierig war die Verbindung von viel Sonne, sehr niedrigem und glasklarem Wasser. Als es mittendrinn mal 2 oder 3 Regentage gab, waren die Fische deutlich leichter zu überlisten.

Irgendwann kam ich durch einen Artikel in einer Angelzeitung auf die Idee, es mal wieder klassisch mit den guten alten Blinkern zu versuchen. Das stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus. An 2 Tagen, an denen ich mit jeweils einem Kumpel zusammen angelte, gabs direkte Vergleichsmöglichkeiten. Die Jungs fischten große Köder wie Castaiac, RealEal, Soft4Play usw., ich mit dem zweitgrößten Profiblinker. Der interne und nicht ernst zu nehmende Vergleich an diesen Tagen ging mit 8:1 Hechten klar zu meinen Gunsten aus... *g*









Ganz interessant war dabei, dass nicht nur Hechte auf die großen Blinker bissen, sondern auch immer wieder Barsche und Döbel darauf kamen :)





Diese waren nicht netwa gerissen, sondern haben ausnahmslos regulär gebissen. Schließlich habe ich auch den größten Hecht des Urlaubs mit 89 cm dem altmodischen Blinker zu verdanken...





Köder war hier allerdings nicht der PB-Blinker, sondern ein großer Effzett. Ich sah den Fisch am anderen Ufer rauben und kam mit dem dünnblechigen Köder nicht auf die nötige Wurfweite. Mit dem Effzett war auch dieses Problem gelöst ;)

Fazit dieser 2 Wochen Angeln:

Der September ist für mich nach wie vor einer der besten Monate fürs Raubfischangeln. Blinker gehören nicht zum Alteisen und mit dem Hechtbestand in der Lahn geht es die letzten 2 Jahre deutlich bergauf. Bissen die letzten Jahre entweder nur Schniepel oder richtig große, so gibt es dieses Jahr wieder eine richtig gute Population zwischenh 50 und 80 cm großen Fischen.
Damit dies so bleibt, sollte man sich bei der Fischentnahme ein wenig in Zurückhaltung üben. Keiner hat etwas dagegen, hier und da einen Fisch für die Küche zu entnehmen, das mache ich auch. Wer aber meint, alle gefangenen Fische in die Gefriertruhe stopfen zu müssen, der wird sich in ein paar Jahren wieder derbe darüber beklagen, das da nichts mehr zu holen ist und über die Besatzpolitik des Vereins meckern. Dabei ist es auch gerade diese weitsichtige Besatzpolitik, die dafür gesorgt hat, dass sich die Hechtbestände zu erholen scheinen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit lieben Grüßen,

euer Lahnfischer



Montag, September 17, 2012

Sommerrückblick 2012

Hi @ all,

hier eine kleine Zusammenfassung über die Fangerfolge des diesjährigen Sommers bis heute.

Nach dem furiosen Saisonauftakt und meiner Boddentour kam der verregnete und viel zu kühle Sommer. Durch den vielen Regen im Juni/Juli war der Lahnpegel die meiste Zeit recht hoch, zumindest zu hoch, um mit den Wathosen unter den Wehren zu angeln.

Nichtsdetotrotze war ich natürlich trotzdem das eine oder andere Mal unterwegs, wenn auch desöfteren als Schneider.

Es gab trotzdem den einen oder anderen vorzeigbaren Döbel...







...den einen oder anderen Barsch...







und auch einige Hechte, wenn auch nicht mehr diese Masse und Klasse wie noch zum Saisonstart...





Auffällig und schön, dass es derzeit um den Hechtnachwuchs gut bestellt ist. Immer wieder gabs beim Barschangeln 30er-40er Hechte als Beifang und auch auf große Köder gabs kleine Hechte...



Völlig fehlen dagegen dieses Jahr große Rapfen und Barben als Beifang, aber das ist, wie schon geschrieben, den hohen Pegelständen zu verdanken, Waten war unter den Wehren kaum drin. Auch Zander fing ich dieses Jahr noch keinen einzigen.

Der August und Anfang September versöhnten dann mit vielen heißen Tagen, teilweise mit weit über 30 Grad, da schenkte ich mir das Angeln komplett. Durch nun sehr wenig Regen ist die Lahn bis heute extrem niedrig und sehr klar, was das Fischen auch nicht einfacher macht.

Nun habe ich endlich Urlaub und am Samstag gabs mal wieder einen gescheiten Hecht. Nachdem ich einen Streckenabschnitt erfolglos mit neuen Jerks abfischte, allesamt Glider, fuhr ich am Abend noch einmal gezielt eine andere Stelle an und wieder kam der im Frühjahr so erfolgreiche "Squirrley Hunter" zum Einsatz. Bereits beim 3. Wurf gabs auf den ganz langsam geführten Köder eine mächtige Oberflächenattacke und der Anschlag saß...

Nach äußerst turbulentem Drill mit einigen Sprungeinlagen...



konnte ich den etwa 80er Hecht kontrollieren...



..und schließlich auch sicher landen...



Danach gabs noch 2 weitere heftige Fehlattacken von größeren Hechten, die leider nicht hängen blieben. Ist aber nicht weiter schlimm, ich weiß ja wo sie wohnen und habe nun 2 Wochen ausgiebig Zeit im Urlaub, mich ihnen zu widmen.

Drückt mir mal die Daumen, spätestens zum Urlaubsende werde ich weiter berichten.

Bis dahin tschüß,

euer Lahnfischer