Samstag, April 21, 2012

Hammerwoche, die Hechte spielen mit...

Hi @ all,

so einen genialen Saisonstart hatte ich lange nicht mehr, bin total happy. Aber immer schön der Reihe nach...

Dienstag:

Heute haätte ich wirklich fast gekotzt. Habe auf den Squirrley-Nachbau von Sebastian aka Davis 2 gute Hechte ü80 am Band gehabt und beide sind mir vor den Füßen im Nahkampf ausgestiegen. Habe mir dann nach dem 2. Aussteiger den Köder noch mal betrachtet, das Epoxi hat gut gehalten, nur oberflächliche Kratzer. Dann noch ein Blick auf die von mir montierten Drillinge, die ich von gebraucht gekauften Burts schnell umgerüstet habe und schon fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Was ich Idiot nicht bemerkt habe, die Widerhaken sind sauber angedrückt. Wie dämlich, aber wer rechnet denn mit sowas...

Hier mal ein Bild des SQ-Hunters, wie wir den Köder getauft haben... ;)


Der Köder ist aus Abachi-Holz geschnitzt, genauso groß wie sein Vorbild, vor allem im hinteren Teil etwas schlanker und hat im Gegensatz zum Original keine Geräuschkugeln, ist also schön leise.

Mittwoch:

War heute Nachmittag doch noch mal für 3 Stunden unterwegs. Ergebnis waren an 2 Stellen 2 derbe Fehlattacken auf den SquiSQ-Hunter. Eine 3. Attacke saß dann und Dank neuer Drillinge mit Widerhaken konnte ich den 92er auch sicher landen...


Dank eines zufällig anwesenden Spinnfischers, welcher den Drill und die Landung beobachtete, gibts von dem Fisch ein wirklich schönes Porträtbild inkl. Fänger, Danke nochmal an dieser Stelle fürs Knipsen :)


Donnerstag:

Der Tag ist schnell erzählt; zusammen mit Kumpel Hendrik gut 6 Stunden lang gepeitscht und einen sauberen Schneider schwarz eingefahren. Keinerlei Kontakt, nicht mal einen Nachläufer.

Freitag:

Konnte doch den gestrigen Schneider nicht auf mir sitzen lassen, also bin ich wieder losgezogen.

Was soll ich lang drum herum reden; 2. Wurf oberhalb eines Wehres, ich stand auf der Wehrkrone und zuppelte den SQ-Hunter langsam dicht unter Oberfläche über ein aufkommendes Seerosenfeld. Plöztlich wie immer in einer Schlagpause - Bämmmmmmmm

Der Anschlag saß, die Piketime war sofort krumm bis ins Handteil. Nach einigen heftigen Fluchten kam der Hecht in Reichweite, aber anstatt sich mit der Hand landen zu lassen, sprang er vor meinen Füßen derbe in die Luft, klatschte auf die Wehrkrone und rutschte das Wehr herunter.
Glücklicherweise öffne ich vor der Landung immer die Bremse, die gab willig Schnur und unten angekommen, hing der Hecht tatsächlich noch dran. Ich hielt den Hecht auf Spannung und dessen Kopf über Wasser und stolperte und rutschte das Wehr auch runter. Natürlich hatte ich ausnahmsweise an dieser Stelle nur normale Gummistiefel an, die Beine und Füße waren sofort klatschnass, aber das war mir sowas von egal. Was ich kaum zu hoffen wagte, ich kam tatsächlich heil unten an und der Hecht hielt relativ still, so dass ich ihn gleich beim 1. Versuch zu fassen bekam.
Dann wieder hoch geklettert und ans Land, was zitterten mir die Knie...

And here we are...


Ich habe den Fisch 2x gemessen, aber es sollte nicht sein, das Maßband und die Skalierung der Piketime zeigten beide genau 99 cm an, also eigentlich ein Hecht, den es gar nicht gibt ;) Das war mir aber völlig Latte, das ist einfach ein traumhafter Fisch und ich hätte nach dem Wehrsprung nie und nimmer damit gerechnet, den noch landen zu können.

Von uns zusammen gibt es natürlich auch ein schnelles Selbstauslösebildchen...


Nach einem Zigarettenpäuschen und Telefonat mit dem Köderbauer Sebastian machte ich noch ein paar Wurf an gleicher Stelle. Beim 3. Wurf gab es schon wieder einen Biss, der mir fast die Rute aus der Hand gerissen hätte. Wieder tobte ein ü90er Hecht am Band und ich hatte ihn auch kurz mal vor den Füßen. Dabei konnte ich deutlich den Grund für den Hammerbiss sehen: vom Köder schaute nur noch der Twisterschwanz aus dem Maul heraus, der Hecht hatte den frontal, Kopf voran, volley inhalliert.
Leider konnte ich den Hecht nicht von einem gewaltigen Sprung im flachen Wasser abhalten und wild mit dem Kopf schüttelnd warf er mir den Köder vor die Füße. Normalerweise wäre ich da echt sauer gewesen, aber ich nahm es ausnahmsweise recht gelassen, genau wie 2 Fahlattacken an einem anderen Spot, den ich danach noch mal anfuhr. Dieses Mal war der Hecht aber auch deutlich kleiner, dürfte so um die 70 cm gehabt haben.

Bin dann nach Hause gefahren und habe bei Perlchens Auto noch schnell die Sommerreifen aufgezogen. Dabei habe ich mir dummerweise irgendwie den Mittelfinger der rechten Wurfhand derbe gezerrt, so dass ich nicht mal richtig eine Faust machen kann. Also haben die Hechte zwangsweise wohl einige Tage Ruhe vor mir, aber ich hoffe doch, dass es nächste Woche wieder weitergehen kann, ihr erfahrt es hier ganz sicher... ;)

Liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Dienstag, April 17, 2012

Gelungene Saisoneröffnung

Hi @ all,

gestern war es endlich soweit, 16. April und damit Start in die neue Hechtsaison, zufälligerweise hatte ich auch noch Urlaub... *g*

Bin so am späten Vormittag an die Lahn gestartet und wie jedes Jahr war die Spannung groß. Wo werden die Hechte stehen, beißen sie, sind sie durch mit dem Laichgeschäft?

Die Voraussetzungen waren alles andere wie optimal, die Temperaturen waren deutlich gefallen, es gab Tageshöchstwerte um die 7 oder 8 Grad, dazu wehte ein frischer und eiskalter Nordwind, der mich dazu veranlaßt hatte, noch mal die langen Unterbuxen rauszuholen... ;)

Da trotzdem zunächst die Sonne schien, suchte ich zunächst eine weitläufige flache Kurve mit mäßiger Strömung auf, in der das Kraut und die Seerosen schon anfingen zu wachsen. Als Köder dienten mir entsprechend diverse flachlaufende Wobbler und Jerks, doch was ich auch versuchte, es wollte partout nichts beißen.

Also Stellenwechsel, ein Wehr wurde angefahren. Doch weder ober- noch unterhalb irgendeinen Kontakt. Dafür nahm der eisige Wind immer mehr zu, ich hätte sogar Handschuhe vertragen können.

Nächste Stelle angefahren, hier ging in der Vergangenheit doch immer etwas, aber Pustekuchen...

Schließlich nochmals Stellenwechsel an eine ruhige Stelle, von der ich wußte, dass da ein großes Seesosenbeet entsteht, Wassertiefe deutlich unter einem Meter.

Der erste Wurf mit einen 10 cm Fatso Crank im Barschdesign, der Köder kommt an das entstehende Seerosenbeet, als auch schon ein guter Hecht draufschießt. Leider schlug ich wohl zu früh an oder der Hecht hatte kein Zielwasser getrunken, er blieb jedenfalls nicht hängen. Fluchend die Stelle noch mehrmals abgeworfen, aber der Hecht schien Lunte gerochen zu haben. Also Köderwechsel, ein Fatso im Rotaugendesign sollte es richten, klappte aber nicht. Also wieder gewechselt auf einen 5er Buffalo-Jerk im Barschdesign. Erster Wurf, Bammm, der Hecht schoss wieder drauf, blieb aber abermals nicht hängen. Langsam wurde ich sauer auf mich selbst, denn der Anschlag kam eindeutig zu früh, man ist halt etwas aus der Übung nach der langen Schonzeit. Wechsel nun auf 12er Salmo Slider in Rotauge, aber auch hier keine Resonanz.
Ich kramte in den Köderboxen, sollte der Hecht etwa nur auf Barsche stehen? Da hatte ich aber noch einen Trumpf im Ärmel, einen 10 cm langen Glider im Barschdesign, der mir am Seeweiher schon ein paar Hechte gebracht hatte. Wieder erster Wurf, der Köder kam in die fängige Zone und wieder eine Fehlattacke, so ein verfluchter Mist.
Mit zitternden Händen steckte ich mir erst einmal eine Zigarette an, zu allem Überfluss klingelte nun auch noch mein Handy. Dran war Kumpel Sebastian, der wissen wollte, wie es läuft. Er war auch mit einem anderen Kumpel unterwegs, seit 7 Uhr morgens schon, aber beide waren noch Schneider. Ich erzählte ihm von den 3 Fehlattacken und sagte noch, dass ich es hier jetzt noch ein letztes Mal versuchen würde, obwohl ich insgeheim nicht mehr daran glaubte, dass der Hecht noch ein 4. Mal zuschlagen würde.
Recht lustlos, aber aufreizend langsam wurde der kleine Barschglider nochmals über das Seerosenbeet gezuppelt und Petrus hatte doch ein Einsehen mit mir. Der Hecht kam wirklich noch mal angeschossen und dieses Mal saß auch der Anschlag. Nach heftigem Drill konnte ich schließlich diese Prachtdame sicher mit der Hand landen...


Schnell noch ein kurzes Selbstauslösebildchen geschossen...


und schon durfte die Hechtdame, die sichtlich noch nicht abgelaicht hatte, wieder schwimmen.

Petrus sei Dank, der Tag war gerettet. Hatten sich der häufige Stellenwechsel und die Ausdauer doch noch gelohnt, mittlerweile war ich fast 6 Stunden unterwegs.

Das sollte auch der letzte Fischkontakt bleiben, aber ich fuhr dennoch hochzufrieden nach Hause...

Mal schauen, was die nächsten Tage noch bringen, ich habe nämlich noch bis Ende April Urlaub. Ich halte euch auf dem Laufenden, versprochen.

Liebe Grüße,

euer Lahni

Donnerstag, März 22, 2012

Frühjahrsbarsche auf Wurm am Dropshot

Hi @ all,

langsam wird es endlich Frühling, es juckt gewaltig in den Fingern, doch leider herscht hier in der Hechtschonzeit ein generelles Kunstköderverbot. Barsche sollten sich doch aber trotzdem fangen lassen, schlagen sie sich doch vor der anstrengenden Laichzeit noch mal die Bäuche voll, also wird aktiv mit Wurm am DS gefischt.
Allerdings fische ich nicht mit dem klassischen DS, bei dem der Haken starr am Vorfach befestigt ist, sondern am kurzen etwa 5 cm langen Seitenarm. Dabei können die Barsche den Köder viel leichter einsaugen, er spielt besser und die Fehlbisse sind deutlich weniger!

Den Seitenarm binde ich ganz einfach mit der sogenannten Springerschlaufe, man kann ihn aber auch mittels Stopperknoten einbinden. Daran kommt dann der Haken. Als Haken geht zwar auch ein normaler Wurmöhrhaken, aber bessere Bissausbeute gibts mit leichten DS-Wurmhaken mit weiterem Hakenbogen. Ich benutze neuerdings den Gamakatsu Drop Shot Hook Worm 39 Gr.4 oder 2, je nach Wurmgröße...


Es hat sich bewährt, den Wurm maximal 1-2 Mal durchzustechen, damit die freien Enden schön spielen können, entweder am Kopf, am Schwanz oder aber wacky in der Wurmmitte.
Das Vorfach knote ich dann direkt an die dünne geflochtene Hauptschnur mittels doppeltem Grinner. Ich nehme übrigens kein Fluorocorbon mehr, das ist mir zu steif, sondern einfach 025er Mono Stroft GTM. Ist viel leichter zu knoten, weil weicher und die Barsche störts eh nicht. Als Dropshotgewicht nehme ich die herkömmlichen Stabbleie, allerdings nicht zu leicht, mindestens 14-18 Gramm sollten es schon sein, auch bei keiner oder mäßiger Strömung. Sind die Bleie zu leicht, ziehst du ständig ungewollt die Montage zu dir heran.


Bei der Führung ist darauf achten, dass man einen leichten konrollierten Schnurbogen hat, damit die Bisse nicht voll in die Rute durchschlagen. Ich habe, wie beim Jiggen, immer den Finger in der Schnur, so merkt man auch zarteste Anfasser. Nach dem Auswerfen die Montage an gestraffter Schnur absinken lassen und mit erhobener Rutenspitze Fühlung aufnehmen. Da der Wurm selbst schon durch seinen Geruch und seine Bewegungen lockt, fällt bei mir die Führung recht dezent aus. Ich lasse den Köder oft einfach stehen, die Rutenspitze wackelt eh meist etwas, was völlig ausreicht. Alle 20-30 Sekunden ziehe ich die Montage entweder über die Rutenspitze oder durch langsame 1-2 Kurblumdrehungen näher zu mir. Bei einem Biss kurz die Rutenspitze senken und etwas verzögert leicht anschlagen. Hängt der Fisch nicht, die Montage einfach stehen lassen, meistens kommt dann gleich der nächste Biss.

Übrigens muss es keine spezielle Dropshotrute sein, ich fische das mit meiner normalen Barschspinnrute, einer etwa 2,10 langen Rute mit einem WG bis 30 Gramm, passender Stationärrolle und 5-Kilo tragende gelbe geflochtene Schnur.

Das schwierigste ist, die Barsche zu finden. Sucht nicht zu tief nach Futterfischschwarmen, da sind die Barsche meist nicht weit davon entfernt. Wenn die Barsche erst einmal gefunden sind, lassen sie sich meist nicht lange bitten.
Ausprobieren muss man lediglich, worauf die Barsche stehen. Den einen Tag wollen sie fette Tauwürmer, den nächsten Tag halbe Tauwürmer und dann wieder lieber kleinere Dendrobenas...



Hier mal ein paar Beifänge von heute, denn nicht nur Barsche stehen auf Würmer...






Versucht das ruhig einmal, ihr werdet sehen, das macht riesigen Spass und fängig ist es obendrein. Für mich ist das die beste Methode, um gegen den Schonzeitkoller anzugehen.

PS: selbstverständlich funktioniert diese Methode das ganze Jahr über, aber gerade im Frühjahr oder Spätherbst/Winter ist das oft die erfolgreichste Angelmethode ;)

Liebe Grüße,

euer Lahni

Montag, Januar 16, 2012

Die ersten Fische in 2012

Hi @ all,

wünsche allen Lesern noch ein frohes, gesundes und fischreiches Jahr.

Bin seit 2 Wochen wieder aus der Reha zurück und heute ist nun mein 1. Arbeitag. Hier an der Lahn gabs ein richtig fettes Hochwasser und ich versuchte noch mehrmals mein Glück auf Zander. Diese ließen mich aber total im Stich. Im Gegensatz zu den letzten Jahren mit Winterhochwasser, wo es regelmäßig den einen oder anderen guten Zander gab, blieb mir das dieses Mal verwehrt.

Allerdings gab es als Trostpflaster 2 Hechte, so dass zumindest die ersten Fische im neuen Jahr gefangen werden konnten.

Hier der 1. Hecht, nicht sonderlich groß, aber eben als 1. Fisch des neuen Jahres dennoch etwas besonderes:



Der 2. Hecht war schon deutlich besser, war etwa Mitte bis Ende 70 cm...



und hatte einen auffallend verkümmerten Oberkiefer. Der scheint den Hecht aber nicht sonderlich behindert zu haben, er war in guter Konstitution.





Beide Hechte sowie ein Dritter, der sich leider im Drill verabschieden konnte, bissen jeweils auf einen 15 cm SlottieS in der Farbe Flusskönig, alle anderen Köder wurden in den 5 Angeltagen komplett verschmäht.

Nun ist die Hechtschonzeit, in der hier das Spinnfischen komplett verboten ist, nicht mehr fern. Mal schauen, ob ich es vorher noch einmal an die Lahn schaffe, ansonsten werde ich es sicher bei gesunkenem Wasserstand öfters mal mit halben Tauwürmern am Dropshot auf Barsch versuchen.

Ich halte euch auf dem Laufenden und verbleibe mit lieben Grüßen,

euer Lahnfischer

Mittwoch, November 30, 2011

Morgen gehts in die Reha, aber erst ein paar Fischnews...

Hi @ all,

nun ist es soweit, morgen geht es in die Reha nach Bad Drieburg, die Sachen sind bereits gepackt. Seit meinem letzten Post Ende September gabs natürlich noch den einen oder gefangenen Fisch, wobei die Barsche klar dominierten. Das liegt vor allem daran, dass Barschangeln mit den kleinen leichten Ködern deutlich einfacher ist, wenn man nicht so kann, wie man will.

Der nahende Herbst war vor allem geprägt von ruhigem, eigentlich viel zu warmen Wetter mit fast gar keinem Niederschlag. Das führte dazu, dass die Lahn bis heute sehr niedrig und glasklar ist, was das Angeln nicht einfacher macht.

Bis Ende Oktober ließen sich so die Barsche z.B. noch sehr gut mit Wobblern wie dem 65er Pointer von Lucky Craft fangen...



...was ich aber seltenst ausnutzte, denn die Junghechte um die 30-40 cm waren allgegenwärtig und die Gefahr, diese zu verangeln, veranlaßten mich immer mehr, auf Gummiköder mit Einzelhaken umzusteigen...

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Am erfolgreichsten waren hier Gummis wie die 5 cm Kopytos, aber zunehmend auch die 6,5 cm langen Kopytos, die kleinsten Saltshaker und BigHammer. Als echte Fangsau entpuppte sich bei dem klaren Wasser und Sonnenschein die Farbe Motoroil ohne Glitter, aber auch andere Brauntöne und natürliche gedeckte Farben fingen regelmäßig ihre Fische. Tagesfänge von 20 Barschen in 2-3 Stunden waren kein Problem, sofern man die Fische gefunden hatte.

Auf Hecht lief es dagegen echt zäh, das glasklare Wasser ließ sie den einen oder anderen Betrug doch eher erkennen. Es gab aber auch da Ausnahmen, wenn die Hechte einmal gallig waren, dann bissen oft mehrere...







Schneidertage waren aber eher die Regel als die Ausnahme beim Hechtfischen. Allerdings gelang es mir Anfang November, meinen Lahnhecht-PB noch einmal hochzuschrauben. Der einzigste Biss des Tages kam auf einen Squirrly Burt weighted und hatte es in sich. Nach hartem Drill konnte ich diese Prachtdame von 107 cm landen...





Leider ist das Selbstauslösebild sehr schlecht gelungen, aber ich denke, man erkennt auch so die Ausmaße dieses Traumhechtes...



Ab etwa diesem Zeitpunkt ging es mit den Barschfängen beim Jiggen deutlich zurück. Ich war mir sicher, dass sie noch immer auf den gleichen Plätzen standen, aber sie wollten einfach nicht mehr beißen.
Ich versuchte dann dort mal wieder mein Glück mit dem Dropshotten und bekam auf die herkömmliche Art mit Haken mittels Palomarknoten befestigt zwar einige Bisse, konnte diese jedoch nicht verwerten. Ich stellte dann um auf DS mit kurzem Seitenarm und siehe da, es gab tatsächlich meine ersten Barsche auf Kunstköder am DS, genauer gesagt auf diverse gesalzene Gummiwürmer... :)









Irgendwann gabs aber auch auf DS mit Kunstködern kaum mehr Bisse. Ich besorgte mir daraufhin ein paar Tauwürmer, welche ebenfalls beim DS am Seitenarm angeboten wurden und siehe da, es rappelte wieder richtig. Scheinbar wurden die Barsche, je kälter und klarer das Wasser wurde, zunehmend wählerischer und träger, aber dem natürlichen Köder konnten sie dann doch nicht widerstehen...





Anfangs fischte ich hierbei noch mit herkömmlichen Öhr-Wurmhaken der Größe 6, nach einem Tip eines Bekannten wechselte ich dann auf leichtere Haken mit weiterem Bogen, den halben Wurm nur noch freihängend montiert. Dabei war das noch nicht einmal ein Dropshothaken, sondern ein Einzelhaken mit großem Öhr zum Umrüsten kleinerer Wobbler auf Einzelhaken, die Barsche hats nicht gestört, im Gegenteil, die Durchschnittsgröße war erstaunlich, es gabe sehr viele ü30er Barsche, nur für einen 40er hats leider nicht gelangt... ;)





Zwischendurch hatte ich auch immer mal wieder Kunstköder am DS probiert, aber der halbe Tauwurm war einfach nicht zu schlagen, vor allem nach dem einfachen Einstechen an der Stelle der Teilung, der Wurm hing schön lose am Haken, konnte sich gut bewegen und wurde über die schwache Strömung super animiert. Auch ganze Tauwürmer brachten keine besseren Ergebnisse, im Gegenteil, es gab mehr Fehlbisse und geklaute Würmer. Noch am vergangenen Montag, meinem letzten Angeltag, konnte ich so wieder innerhalb etwa 2,5 Stunden über 20 Barsche fangen.

Hier noch ein leckeres Barschbild zum Abschluss... ;)



Ich melde mich irgendwann nach der Reha wieder und wünsche euch allen eine frohe Adventszeit, drückt mir die Daumen, dass die Reha gut anschlägt.

Bis dahin liebe Grüße,

euer Lahni

Mittwoch, September 28, 2011

Lang ist es her..

Hi @ all,

lange ist es her, dass ich mich hier zuletzt gemeldet habe. Die im letzten Post beschrieben Kreuzschmerzen stellten sich leider als deftiger Bandscheibenvorfall heraus, so dass das Angeln deutlich in den Hintergrund rückte.

Ich konnte die letzte Zeit nur sporadisch mal ans Wasser und dann nur an gut zugänglichen Strecken und mit kleinen Ködern. Mittlerweile ist eine Reha beantragt, bis die hoffentlich genehmigt wird, beschäftige ich mich regelmäßiger Krankengymnastik und diversen Arztbesuchen.

Glücklicherweise waren bei den wenigen Angelversuchen die Barsche nicht unwillig, sie bissen sowohl auf kleine Gummis wie den z.B. 5cm Kopyto und auch auf kleinere Wobbler recht gut, teilweise waren in wenigen Stunden 2stellige Fangergebnisse möglich.

Hier ein paar der schönsten Bilder von den Barschen und einigen Beifängen...









































Ich halte euch weiterhin auf dem Laufenden, einfach immer mal hier reinschauen...;)



Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße,



euer Lahnfischer