Dienstag, März 18, 2008

Urlaubsbericht und Unterwasserbilder

Hi @ all,



kürzlich war es endlich soweit, endlich Urlaub und als Reiseziel hatten wir (Perlchen und meinereiner) uns Hughada in Ägypten ausgesucht.

An 1. Stelle stand ausruhen, baden und erholen, natürlich hatte ich aber auch im Hinterkopf, eine sich evtl. bietende Gelegenheit zum Angeln nicht ungenutzt zu lassen...



Am Stand kam ich schließlich mit einem Einheimischen ins Gespräch, der Bootsausflüge zum Schnorcheln an diverse Riffe anbot. Auf meine Frage nach Angetripps gab er an, auch diese anzubieten. Allerdings würde bei dem Schnorcheltrip auch geangelt werden, sie würden zwischen den einzelnen Riffen mit 2 Ruten Schleppfischen betreiben.



Wir buchten zunächst lediglich die Fahrt zum Schnorcheln, den Angelausflug konnte man ja jederzeit später buchen, was sich als gute Entscheidung erweisen sollte.



Montag Morgen ging es los und wir trafen im Hafen ein, um das Boot zu besteigen. Leider war es ausgerechnet an diesem Tag sehr bewölkt und recht kühl, was aber die Vorfreude nicht schmälerte.

Diese wurde allerdings schon geschmälert, als wir das Boot aus der Nähe sahen und uns dazu ein Sprachengewirr aus den verschiedensten Sprachen entgegenschlug.

Am Strand hieß es noch, wir sollten extra den Montag buchen, da gäbe es eine rein deutsche Gruppe auf dem Schiff und auch einen entsprechend deutschen Reiseführer.

Als schließlich die "Angelausrüstung" auf das Boot gebracht wurde, war mir klar, das das hier mit profesionellem Angeln rein gar nichts zu tun haben konnte, sondern wir lediglich auf Touristennepp hereingefallen waren.

Besagte Ausrüstung bestand nämlich lediglich aus dem Unterteil einer 2-teiligen Bootsrute mit einer Multirolle aus China, bespult mit einer ausgesprochen dicken Monoschnur, als Köder diente ein schmaler silberfarbener Blinker mit eingegossenem starren Einzelhaken und in einem Abstand von ca. 60-70 cm vor dem Blinker waren mehrere leichte Bleie hintereinander als Beschwerung auf die Schnur gefädelt.



Was solls, dachte ich mir, schließlich ist das ja eine Fahrt primär zum Schnorcheln und das Schleppen eine kostenlose Zugabe.



Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, wurde der Blinker dann tatsächlich von den Bootsjungs in einer Entfernung von gut 100 Metern hinter dem Boot hergeschleppt...







Nach einer guten halben Stunde dann aufgeregtes Rufen vom Heck her, worauf die Geschwindigkeit gedrosselt wurde und tatsächlich, ein Fisch hatte sich den Blinker geschnappt und einer der Bootsjungen fing nun an, den Fisch an dem Knüppel herbeizuleiern...







Das ging gut bis ca. 15 Meter hinter dem Boot, ich konnte gerade ein Drillbild von dem an der Oberfläche erschienen Fisch schießen...









...als dieser sich auch schon vom Haken befreien konnte. Ich weiß nicht, um welche Fischart es sich hier gehandelt hatte, jedoch war der Fisch ca. 60-70 cm groß gewesen.



Die Bootsjungs fluchten nun scheinbar auf das heftigste und versuchten in aller Hektik, den Köder wieder auszubringen. Dabei verursachten sie eine solch heftige unlösbare Perrücke auf der Multi, das das Angeln hiermit beendet war.

Spätestens hier war mir nun klar, daß ich auf einen Tagesangeltrip mit den Jungs verzichten werde!



Nun ja, wir fuhren dann tatsächlich einige Riffe zum Schnorcheln an, es blieb weiterhin bewölkt und kühl und an den Riffen drängten sich jeweils mehrere Dutzend Boote. Das hatte mit beschaulichem Schnorcheln nichts zu tun sondern war ein weiterer Touristennepp.

Auf der Rückfahrt suchten wir dann eine Stelle auf, an der sich angeblich viele Delphine tummeln würden und wenigstens das stimmte, nach diversen Rufen und Pfiffen kam tatsächlich eine Herde von Delphinen nah an das Boot heran...











Da wir wie schon erwähnt Abstand von weiteren Exkursionen genommen hatten, verbrachten wir die verbliebenen Tage mit Faulenzen, Baden und Schnorcheln an einen hoteleigenen kleinen Riff direkt am Strand.



Zwar gab es an einigen Tagen viel Wind und dementsprechenden Wellen, durch die das Wasser angetrübt war, trotzdem gelangen mir doch einige schöne Unterwasseraufnahmen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.



Zunächst etwas buntes farbenfrohes...



















































Hier mal ein, wie ich finde, geniales Bild von einem Schwarm Meeräschen (wie ich glaube), vor allem interessant durch die Wellen an der Oberfläche...







Zwischendurch einmal einige Bilder mit weniger Farbe, was daran liegt, daß ich in die Tiefe gezoomt habe...



Hier Tintenfische



















Dann ein "Flötenfisch", sehr ählich unseren einheimischen Hornhechten...







und hier ein Exemplar, das deutlich über einen Meter lang war...







Zur Abwechelung mal Unterwasservideo:







und gleich noch eins...







Nun wieder einfach weiter mit Bildern...











































Ein paar habe ich immer noch...



















Ein größerer Fischschwarm:











...und hier die restlichen Bilder...























Alles in allem war das ein echt erholsamer Urlaub und das Schnorcheln am Hotelriff hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn die dortigen Korallen wohl durch den vielen Betrieb recht mitgenommen sind und teilweise schon abgestorben.

Für den Schnorchelanfänger, wie ich es einer bin, war es aber sehr spannend und interessant und alle meine Bilder und Videos habe ich mit meiner neuen Pentax Optio W20 gemacht.

Mit dem Angeln hat es nun nicht geklappt, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Sollte es mich noch einmal in diese Gegend verschlagen, dann werde ich mich vorher besser informieren um nicht auf diese Strandpiraten angewiesen zu sein, denen es nur darum geht, den Urlaubern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Es gibt dort sicherlich gute Möglichkeiten und viel Potential zum Angeln, dessen bin ich mir sicher.



Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und Bilder schauen,



schöne Grüße



euer Lahnfischer und Perlchen (Richarda)









Mittwoch, Februar 27, 2008

Ausflug nach Holland

Hi @ all,

am vorletzten Wochenende ging es mit 2 Kumpels wie schon länger mal geplant, nach(Ost)Holland an die dortigen fischreichen, wenn auch flachen Gewässer.

Vor meiner Abfahrt ging ans Köder sortieren und -packen, man will schließlich für alle Eventualitäten gerüstet sein...





Anreise war für mich schon Freitags, wo wir uns mit einigen Jungs bei Angelkumpel Jürgen zuhause in Erkrath trafen. Jürgen kaufte bei dieser Gelegenheit noch einige gebrauchte Jerks von mir, da er als relativer Neuling in Sachen Jerken noch keine große Ködersammlung hatte,

Nach einem feucht fröhlichen Abend und dortiger Übernachtung ging es dann am nächten Morgen mit noch etwas dicken Augen und etwas später als geplant zu dritt Richtung Holland.

Der erste Weg dort führte uns in einen wirklich großen Angelladen, wo Jürgen und meine Wenigkeit uns erst einmal den nötigen Vispas lösten (28 € für ein ganzes Jahr).
Natürlich wurde auch noch der eine oder andere Köder gekauft und flugs ging es weiter zu einer kleineren Ortschaft, die Stefan, der 3. im Bunde, schon öfters erfolgreich befischt hatte.

Unsere Vorahnungen, es war in der Nacht lausig kalt gewesen, bestätigten sich zum Teil, denn einige der flachen Gewässer waren schon ganz oder zumindest teilweise zugefroren.

Egal, es war ein richtiges Kaiserwetter und wir suchten ein paar eisfreie Stellen um endlich mit dem Angeln beginnen zu können...



Schnell wurde uns klar, daß das hier kein leichtes Unterfangen wird aber was solls, die Jerks und wir waren bereit für die Hechte...

An den ersten Gewässern tat sich absolut gar nichts und wir klapperten nach und nach diverse andere ab, wobei immer wieder einige durch eine geschlossene Eisdecke zum Angeln ausfielen.

Mitten im Ort waren wir schließlich an einem neuen kleinen Tümpel angekommen und fischten diesen systematisch ab.

Jürgen versuchte sich mit einem der von mir erworbenen Jerks und hatte prompt Erfolg damit. Sein lauter Jubelschrei ließ uns zu ihm eilen, wo er gerade mitten im Drill war...



Schließlich konnte er diesen vollgefressenen Hecht souverän mit der Hand landen und posierte fröhlich für uns...



Neu motiviert warfen wir nun um die Wette und wirklich, ich bekam auch was an den Haken. Nach hartem langem Drill konnte ich schließlich ein kapitales rotes Bettuch landen, daß sicher am Schwanzdrillig saß...*g*



Da sich an dieser Stelle nichts mehr tat, fuhren wir ein paar weitere Spots an. Stefan und Jürgen beackerten einen flachen Pool. Ich dagegen entschied mich, quasi visavis ein tieferes Hafenbecken von einer Spundwand aus mit kleineren Gufis zu beackern.

Es sollte nur wenige Würfe dauern, da bekam ich auch schon einen heftigen Biß, doch nach dem Anschlag konnte ich lediglich eine größere Kammschuppe landen, die auf der Hakenspitze steckte.
Trotzdem, Fisch war wohl da und ich jiggte konzentriert weiter. Gar nicht lange später kam, als ich gerade parallel zur Steinschüttung jiggte, ein heftiger Biß und dieses Mal saß der Anschlag.
Ein ca. 70-75er Hecht hatte meinen kleinen 8cm Kopyto voll inhalliert und tobte an der Oberfläche. Allerdings mußte ich den Hecht am Ufer ein gutes Stück "Gassi führen" um zum Wasser hinabzusteigen, dabei schüttelte sich der Hecht leider vom Haken los.

Danach tat sich leider nichts mehr und wir beendeten den Angeltag. Jürgen fuhr nach hause, Stefan und ich übernachteten in einer kleinen Pension direkt im Grenzgebiet auf deutscher Seite.

Diese Nacht war noch deutlich kälter als die vorherige und als wir am nächten Morgen, gestärkt durch ein opulentes Frühstück loszogen, sahen wir schon auf dem Hinweg, daß nun noch deutlich mehr Gewässer zugefroren waren.

Also befischten wir zunächst diverse fließende kleinere Gewässer, doch die Hechtmäuler schienen wie vernagelt. Was auch immer wir probierten, soviele verschiedene Köder wir auch einsetzten, der Erfolg war gleich Null.
Entschädigt wurden wir lediglich durch einen weiteren wunderschönen Tag mit strahlendem Sonnenschein, wie hier auf dem Bild mit Stefan schön zu erkennen ist:



Nachdem wir ohne Erfolg richtig viel Strecke gemacht hatten, fuhren wir nochmals den Ort von gestern an. Doch auch hier das gleiche Bild, fast alle stehenden Gewässer waren zugefroren, auch der Erfolgstümpel von gestern.

Nach einem kräftigen Imbiß ging es schließlich noch einmal an den Hafen von gestern. Stefan machte im durch die Sonne aufgeheizten Auto ein Nickerchen und ich jiggte das Hafenbecken ab, was das Zeug hielt. Zunächst mit 23er Gummilatschen, dann langsam immer kleiner werdend, bis ich schließlich wieder bei den nur 8cm Kopytos angelangt war.

Schließlich jiggte ich wieder, wie schon gestern, parallel zur Steinschüttung, als es wie ein Blitz durch meine Rute fuhr. Der Anschlag kam sofort und wieder hatte ich einen ca. 70er Hecht am Jighaken.

Ich weckte Stefan im Auto und bat ihn, hinunterzusteigen und den Hecht für mich zu keschern. Kurz bevor er dies machen konnte, gab der Hecht noch einmal alles an der Oberfläche, er explodierte förmlich und urplötzlich wurde die Schnur schlaff. Beim Einkurbeln sah ich dann den Grund - das Stahlvorfach war, warum auch immer, gerissen. Vermutlich hatte ich es mir vorher beim Hängerlösen beschädigt, ohne das mir dies aufgefallen wäre. Ich hoffe, der Hecht wird den relativ kleinen Einzelhaken schnell los, ohne größeren Schaden zu nehmen.

Weitere Versuche mit Gummi brachte keinen Erfolg mehr und wir machten uns schließlich auf die Heimfahrt.

Auch wenn die Fangergebnisse sehr bescheiden waren, dort drüben gibt es wirklich reichlich Hechtpotential und ich komme sicherlich im laufenden Jahr nach der dortigen Hechtschonzeit öfters wieder, habe ja nun schließlich ne Jahreskarte ;)

Ich bitte auf diesem Weg auch um Verständnis, das ich die genauen Örtlichkeiten nicht preisgebe, dies geschieht einfach dem Fischbestand zuliebe.

In diesem Sinne verabschiede ich mich auch vorläufig,

wir lesen uns wieder,

euer Lahnfischer