Samstag, Oktober 06, 2007

Spinnfischen auf Flußdöbel


Mit der Spinnrute auf Flußdöbel



Der Döbel, auch Aitel genannt gehört zur Familie der Cypriniden, ist also aus der Familie der „Karpfenartigen“.
Er bevorzugt fließende Gewässer, sein Vorkommen reicht von der schnellfließenden Äschenregion bis zur Brassenregion und ist auch in vielen stehenden Gewässern zuhause.
Der Döbel ist ein echter Allesfresser und in Salmonidengewässern als Laichräuber gefürchtet und verpönt. Mit zunehmender Größe entwickelt er sich aber zu einem gefräßigen Räuber und ist daher erfolgreich mit der Spinnrute zu beangeln. Dabei erweist sich der Döbel als nicht wählerisch und ist oft sogar als Beifang beim Hechtangeln mit großen Ködern wie Blinker, Wobbler und Co., wobei ihn auch dicke Schüre und Stahlvorfächer (er gilt eigentlich als vorsichtig und schnurscheu) nicht abschrecken.



Je nach Gewässer sind die Döbel durchschnittlich zwischen 35 und 45 cm groß. Ab 60 cm sind sie als durchaus kapital zu bezeichnen und Ausnahmefische liegen bei ca. 70 cm.



Beim gezielten Spinnfischen auf den Dickkopf, wie der Döbel auch oft genannt wird, empfiehlt sich natürlich ein dem Fisch nach angepasstes Gerät und Ködergröße zu verwenden, dazu später mehr.

Während kleinere und mittlere Fische vorzugsweise in Schulen zusammenleben, sind die kapitalen Döbel eher Einzelgänger, die sich lieber etwas abseits ihrer Artgenossen, aber durchaus in deren Nähe aufhalten.
Dabei sind die besten Plätze meist von großen Fischen besetzt, kleinere Artgenossen werden dabei resolut vertrieben, wenn sie dem Platz zu nahe kommen, wie ich schon oft von diversen Lahnbrücken aus beobachten konnte.

Stand-, bzw. Fangplätze:

Döbel findet man in Fließgewässern eigentlich überall. Besonderes Augenmerk sollte man aber vor allem in der warmen Jahreszeit auf die flacheren und schneller fließenden Bereiche werfen.
Hotspots sind hier vor allem unterhalb der Wehre, wo sie sowohl in der Deckung von Steinen direkt im Wehrschuss stehen können als auch im Auslauf, in den Rückströmungen, in Gumpen, hinter und unter Wasserpflanzen, Dreh- und Kehrströmungen, unter Brücken, besonders gerne stehen sie unter überhängenden Bäumen und Sträuchern.
Auch flache Rieselstrecken bringen immer wieder erstaunlich große Fische hervor.
Schwärme von Brutfischen ziehen Döbel geradezu magisch an, oft stehen sie mitten zwischen der Brut.





Ich habe es oft beim Watangeln unter den Lahnwehren erlebt, dass Brutfische vor mir her vom ganz flachen in das etwas tiefere Wasser geflüchtet sind und dort sofort von lauernden Döbeln angegriffen wurden.
Wo man also in Ufernähe Brutfischschwärme ausmachen kann, da lohnt sich das Angeln immer, denn die Döbel sind nicht weit davon entfernt.

Fangzeiten:

Döbel lassen sich fast das ganze Jahr über fangen, selbst bei Eis und Schnee.



Mit der ersten Wassererwärmung Anfang März kommen die Fische schon in die flachen Gewässerabschnitte zurück, wo sie dann auch zwischen ca. April und Mai (je nach Witterung) ablaichen.
Wo das Spinnfischen ab März schon erlaubt ist, wird man entsprechend auch schon seine ersten Fische fangen können. Die Döbel sind nun hungrig nach dem langen Winter und brauchen Energie für die bevorstehende Hochzeit.
Nach der Laichzeit, die für eine kurze Beißflaute sorgt, geht sofort wieder das große Fressen los, denn nun wimmelt es überall nur so von Brutfischchen und Liebe machen macht ebenfalls hungrig.
Kann man im Frühjahr und Herbst den gesamten Angeltag über mit guten Bissen rechnen (oft fängt diese erst am frühen Nachmittag an), liegen im Sommer wie eigentlich bei allen Fischen die besten Beißzeiten am Morgen und gegen Abend.

Das Gerät:

Obwohl wie oben im Text schon erwähnt der Döbel auch vor großen Ködern nicht Halt macht, sind zum gezielten Fang doch eher kleinere Köder von etwa 4-max. 8 cm Größe ratsam.
Dementsprechend sollte man hier auch seine Ausrüstung zusammenstellen:

Die Spinnrute sollte, je nach Gewässer und dem Platz zum Auswerfen, zwischen ca. 2.10 – 2.70 Meter lang sein, eine schnelle semiparabolische Aktion besitzen und vom Wurfgewicht bei ca. 10-30 Gramm liegen. Zu leicht sollte man die Rute nicht wählen, denn ein 50+ Döbel in starker Strömung bringt schon ordentlich Druck auf die Rute, allerdings sollten auch sehr leichte Köder noch ausreichend weit geworfen werden können.



Bei der Rolle sollte es sich um eine Stationärrolle mit einer Schnurfassung von ca. 100-150 Meter 0.20er Schnur handeln, sie sollte neben guten Kugellagern, wie bei allen Stationärrollen zum Spinnfischen auch über eine unendliche Rücklaufsperre sowie eine fein dosierbare und ruckfrei anlaufende Bremse verfügen. Eine etwas größere Rolle schadet auch nicht, wenn sie gewichtsmäßig zur Rute passt, denn der größere Spulendurchmesser ermöglicht damit größere Wurfweiten.

Bei der Schnur favorisiere ich hier im Gegenteil zum schwereren Spinnfischen eher eine monofile Schnur in der Stärke von ca. 0.18-0,20 mm, allerdings bei höherem Wasserstand und hängerreichem Untergrund weiche ich auch auf eine dünne geflochtene (multifile) Schnur aus, da ich damit den einen oder anderen Hänger noch lösen kann.
Für Döbel selbst braucht man kein Stahlvorfach, wenn allerdings Hechte im Gewässer vorkommen, dann sollte man unbedingt ein dünnes Stahlvorfach vorschalten, auch größere Hechte vergreifen sich gerne an sehr kleinen Ködern….

Spinnköder:

Obwohl wie schon erwähnt der Döbel auch vor großen Ködern nicht zurückschreckt, sollte man beim gezielten Spinnfischen auf die Dickköpfe auf kleinere Köder zurückgreifen, die seinem gewöhnlichen Beuteschema entsprechen.
Meist stehen Döbel zumindest relativ flach, so das man beim gezielten Spinnfischen auf sie eher flach laufende Köder verwenden sollte.

Die Auswahl an geeigneten Ködern ist sehr groß und beinahe unüberschaubar, weswegen ich mich hier auf die von mir gefischten Köder beschränken werde. Diese Auflistung erhebt deswegen keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es gibt sicher viele andere Köder, die ebenso fängig sind.

Ein sehr fängiger und vor allem für Neulinge leicht zu führender Köder ist der Spinner.
Geführt werden diese durch einfaches Einkurbeln und empfehlenswert in der Größe 1-3.
Für das Fischen in stärkerer Strömung empfehlen sich eigenschwere Spinner mit schmalem länglichem Blatt.
Wichtig ist hierbei, dass das Spinnerblatt schon bei dem kleinsten Zug anfängt zu laufen, deswegen lieber auf Markenprodukte bekannter Hersteller zurückgreifen. Ich vertraue bei Spinnern vor allem der Marke Mepps.

Ein weiterer guter Köder ist der Blinker.
In der Strömung werden auch diese Köder durch einfaches Einkurbeln geführt, allerdings kann man diesem durch Rucke über die Rutenspitze und durch Wechsel der Einholgeschwindigkeit noch zusätzliche Reize verleihen.
Bestens geeignet sind schmale längliche Blinker wie z.B. der ABU-Toby.

Auch kleinere Gummifische oder Twister eignen sich in Größen bis etwa 8 cm für die gezielte Döbeljagd, allerdings würde ich hier in der starken Strömung und den dadurch zu erwartenden vielen Hänger nicht zum Jiggen raten sondern sie eher durch normales Einkurbeln führen.
Ich persönlich habe schon einige auch kapitale Döbel auf Gufis gefangen, allerdings eher als Beifang beim Barsch- oder Zanderjiggen in ruhigeren Abschnitten.





Meine allerliebsten Spinnköder für Döbel sind aber eindeutig Wobbler.

Wobbler gibt es in allen möglichen Größen, Formen, Farben und für jede zu befischende Tiefe, es gibt sie sowohl schwimmend als auch sinkend.
Ich bevorzuge bei der Döbelpirsch schwimmende, kleine Wobbler von ca. 4-8 cm Größe. Diese kann ich sowohl werfen als auch mit der Strömung an verdächtige Stellen treiben lassen, die nicht oder nur sehr schlecht anzuwerfen sind (überhängende Bäume und Büsche).
Hierbei ist mein absoluter Lieblingswobbler der Salmo Hornet in 4 cm, 3 Gramm Gewicht, ein absoluter Topköder, der selbst beim Einholen gegen starke Strömung einwandfrei läuft und sich sehr stark vibrierend Richtung Grund bohrt, währenddessen im Gegensatz dazu so mancher Wobbler anderer Hersteller schon längst unkontrolliert an der Oberfläche schliddern.





Auch kleine Jerkbaits wie der 7cm Salmo Hornet sind eine echte Bank auf die Dickköpfe, wie der Fang dieses 63ers beweist



Meinen bislang größten Döbel von 67 cm fing ich im Übrigen vor vielen Jahren auf einen kleinen, 7 cm langen Popper (leider war das vor der Digicamzeit) beim Barschangeln und auch heute gehen mir immer wieder gute Döbel auf diese Köder, wie folgendes Bild zeigt...



Taktik und Köderführung:

Auch wenn der Döbel gerade beim Rauben nicht gerade wählerisch ist, so ist er aber sehr empfindlich und vorsichtig, was Störungen und Bewegungen am Ufer angeht. Dadurch dass er meist relativ flach steht, bekommt er diesbezüglich eine Menge mit.

Aus diesem Grund sollte man sich schon rein äußerlich nicht vom Hintergrund abheben, also keine grellen Sachen anziehen. Es kann sogar angebracht sein, sich bei flachen Ufern regelrecht an verdächtige Stellen anzuschleichen, damit man sich nicht als Silhouette gegen den Himmel abhebt.



Des Weiteren sollte man vorsichtig am Ufer auftreten, um Erschütterungen zu vermeiden, die sich im Wasser schnell fortpflanzen und den Döbel warnen.

Wenn es das Gewässer und die Gewässerordnung zulassen, ist das Watfischen sehr hilfreich.
Zum einen kann man damit seinen Aktionsradius deutlich erweitern und Stellen befischen, an die man vom Ufer nicht herankommt, zum anderen wird ein vorsichtig watender Angler nicht so leicht als Gefahr wahrgenommen. Allerdings sollte man dies nur bei geeignetem Wasserstand und Strömung machen und das Gewässer sollte einem möglichst bekannt sein.
Hier gilt es äußerst vorsichtig zu sein und jeden Schritt genau abzuwägen.
Eine Polarisationsbrille und/oder ein Watstock sind hier eine große Hilfe, kein Fisch der Welt ist es wert, sein Leben dafür zu riskieren.

Taktik:

Bevor ich an einer geeigneten Stelle ins Wasser steige, fische ich die nähere Umgebung erst einmal gründlich ab, es könnte sich ja ein Döbel in der Nähe aufhalten, den ich sonst vergrämen würde.
Beim Waten sollte man ebenfalls bedenken, dass die Strömung aufgewirbeltes Sediment nach unten wegspült, auch das kann die Fische warnen.

Döbel stehen eigentlich immer mit dem Kopf gegen die Strömung, von daher sind Würfe stromauf meist erfolgreicher wie stromab. Sie sind es gewohnt, dass die Nahrung auf sie zutreibt oder -schwimmt, ein von hinten an ihnen vorbeiziehender Köder könnte sie argwöhnisch werden lassen.
Aus diesem Grund platziere ich gewöhnlich die ersten Würfe stromauf, dann schräg stromauf, quer zur Strömung und letztlich schräg stromab.
Kurz vor Ende des Wurfes bremse ich die Schnur ab und lege den Schnurfangbügel der Rolle um. Dadurch landet der Köder an gestreckter Schnur auf dem Wasser und ich kann sofort mit dem Einholen beginnen, bzw. bin sofort für einen Anschlag bereit.

Beim Wurf stromauf muss ich schnell Kontakt zum Köder herstellen und mit dem Einholen beginnen. Die Einholgeschwindigkeit sollte hierbei schneller sein als die Strömung, damit der Köder vernünftig laufen kann, er benötigt dafür einen gewissen Wasserwiderstand. Bisse kommen jetzt meist sehr deutlich bis brachial und erfordern einen sofortigen Anschlag. Natürlich sollte man die Bremse vor dem Angeln auf die Schnurstärke optimal einstellen, durch die mangelnde Dehnung bei multifilen Schnüren empfiehlt sich bei deren Verwendung eine etwas weichere Bremseneinstellung gegenüber der Monoschnur, die ja als zusätzlicher Puffer dient.

Die Köderführung beim Wurf schräg stromauf ist weitestgehend mit der stromauf identisch.
Irgendwann, je nach Wurfweite, Einholgeschwindigkeit und Strömungsstärke unterschiedlich kommt ein Punkt, an dem der Köder kurz innehält bzw. aufhört zu arbeiten, dies merkt man deutlich in der Rute. Das ist der Punkt, an dem er quer zur Strömung nach stromab gedrückt wird.
Hier heißt es jetzt besonders gut aufpassen, denn genau jetzt kommen sehr viele Bisse. Ansonsten weiterhin den Kontakt halten und nur langsam weiter einspinnen, damit der Köder quer Strömung in einem Bogen an meine Seite gedrückt wird.
Auch hier kommt jetzt noch mal ein kurzer Moment, in dem der Köder verharrt, bevor ich ihn nun gegen die Strömung einhole und der oft von heftigen Bissen begleitet ist.
Bei den Würfen quer zur Strömung und schräg stromab nehme ich ebenfalls sofort Kontakt zum Köder auf, kurbele aber relativ langsam. Gerade so schnell dass ich spüre dass der Köder vernünftig arbeitet und lasse ihn wiederum von der Strömung in einem Bogen auf meine Uferseite zutreiben. Dieses „in der Strömung treiben und arbeiten lassen“ gelingt am besten mit schwimmenden Wobblern, deswegen meine Vorliebe dafür bei dieser Angelart.

Kann ich das gegenüberliegende Ufer direkt anwerfen, kommen auch viele Bisse unmittelbar in dem Moment, in dem der Köder kurz vor dem Ufer auf das Wasser auftrifft, also immer schön wachsam sein und den Köder mit geschlossenem Schnurfangbügel an gestreckter Schnur eintauchen lassen, sonst kann man nicht anschlagen bzw. der Anhieb geht ins Leere.
Kann ich einen vermeintlichen Standplatz im Fluss nicht anwerfen, gibt es mit den schwimmenden Wobblern immer die Möglichkeit, den Köder über diese Stelle hinweg treiben zu lassen und dann mit dem Einholen anzufangen.




Anhieb, Drill und Landung:

Der Anhieb beim Biß sollte hier immer sofort und konsequent kommen, sonst hat man eine Vielzahl an Fehlbissen und Drillaussteigern, weil die Haken nicht richtig fassen.

Nach dem Anhieb reagiert der Döbel meist mit einer heftigen Flucht stromab, begleitet von wütenden Kopfstößen. Hier zeigt sich noch einmal die Wichtigkeit der vorherigen Bremseneinstellung, ist sie zu stark, kann der Döbel die Schnur sprengen oder ausschlitzen.
Schwimmt der Döbel dabei auf ein Hindernis zu, so sollte man auf alle Fälle versuchen ihn davor abzuhalten.

Generell sollte die Rute im Drill in etwa einen Winkel von 90 Grad zum Fisch halten, damit dieser gegen die Federkraft der Rute arbeiten muss. Will ich den Fisch in eine andere Richtung zwingen, bietet es sich an, die Rute zwar im gleichen Winkel, allerdings flach über das Wasser zu halten. Dadurch wird der abziehende Fisch gezwungen, einen Bogen zu schwimmen und kommt aus der Richtung.

Zwischen den Fluchten versteht es der Döbel meisterlich, die Strömung auszunutzen, er legt sich einfach quer zur Strömung und lässt diese für sich arbeiten, dabei schlägt er immer wieder mit dem Kopf, was bis in das Handteil der Rute zu spüren ist. Dadurch kommt nun gerade bei einem größeren Fisch ein ordentlicher Druck auf die Rute und man sollte ihn nun vorsichtig zu sich heranpumpen. Dies geschieht durch Anheben der Rute mit gleichzeitigem Heranziehen des Fisches, danach senkt man die Rute wieder, währenddessen man die gewonnene Schnur aufspult. Dabei muss aber immer ein direkter Kontakt zum Fisch vorhanden sein, sonst kann er den Haken abschütteln.

Ist der Fisch ausgedrillt, so legt er sich meist auf die Seite und kann zu sich oder an das Ufer herangezogen werden.
Kleinere bis mittlere Fische lassen sich nun mit der Hand landen (Nackengriff),



größere Fische sollten besser gekeschert werden. Dafür empfiehlt sich beim Watangeln ein spezieller Watkescher, beim Fischen vom Ufer aus ein normaler Stielkescher.



Soll der Fisch nun mitgenommen werden, dann ist er noch vor dem Hakenlösen waidmännisch zu betäuben und zu töten, ansonsten löst man schonend den Haken und setzt ihn vorsichtig zurück.

Beifänge:

Da gerade im Sommer die Wehre und schnellfließenden Abschnitte aufgrund des höheren Sauerstoffgehaltes wahre Fischmagneten sind, kann man hier mit vielfältigen willkommenen Beifängen rechnen.
Diese reichen von den üblichen Raubfischen wie Forelle, Barsch, Hecht, Zander und sogar Wels bis hin zu schwergewichtigen Überraschungen in Form von anderen Friedfischen, dabei besonders oft zum Teil kapitale Barben.



Sind Hechte zu erwarten, sollte man wie schon erwähnt, immer ein dünnes Stahlvorfach vorschalten, in der Strömung stören sich Döbel und Co. nicht daran, sie haben gar keine Zeit den Köder zu prüfen oder näher zu begutachten, sonst wäre der Happen für sie verloren.
Selbst den einen oder anderen Biß weniger nehme ich lieber in Kauf, als das ein Hecht mit vernageltem Maul abreißt und kläglich eingeht.

Ich hoffe, ich konnte euch diese spannende Angelart auf die oft ungeliebten Döbel etwas näher bringen. Die meisten Fließgewässer haben sehr gute Döbelbestände und diese haben mir schon oft den Angeltag gerettet, bzw. mich vor dem Schneider bewahrt.
Da Döbel nicht nur gefräßige Räuber und damit Nahrungskonkurrent anderer Fischarten sind, sondern auch gefürchtete Laichräuber, sollte man sie durchaus dem Gewässer entnehmen.
Sie sind zwar grätenreich, aber haben ein geschmackvolles festes weißes Fleisch und gebraten und sauer eingelegt oder als Fischfrikadellen sind sie eine echte Bereicherung für die Küche.

Gruß euer Lahnfischer

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

echt hilfreich danke !!



(fishcatcher) ^^

Tat2ed420 hat gesagt…

Wow....super erklärt...echt prima. Habe Deine Fangberichte schon öfter im Blinker Forum gelesen....wusste gar nicht das Du ne eigene Seite hast.Eine Frage habe ich noch....ziehst Du die Wobbler eher gleichmäßig ein, oder mit stoppts bzw twitchen etc. Ich habe noch nie nen Döbel auf Wobbler gefangen, immer nur auf Spinner. Deshalb vermute ich das ich meinen Wobbler falsch führe wenn ich auf Döbel gehe. Wie siehts im Winter aus....? Wäre super wenn Du mir helfen könntest. Danke und weiterhin Petri!
Lg Christian

Lahnfischer hat gesagt…

Hallo Christian,

bei der Führung von Wobblern sollte man einfach etwas variieren und ausprobieren, worauf die Dicken gerade stehen.
Im Winter stehen die Döbel lieber eine Nummer tiefer, da sind oft Gummis der bessere Köder. Beangele zwar Döbel im Winter nicht gezielt, habe aber schon oft welche als Beifang beim Jiggen gehabt...

Tat2ed420 hat gesagt…

Hi,
ok, dann probier ichs doch mal mit Gummi. Wegen den Wobblern meinte ich nur weil ich schon alle Möglichen Fische gezielt auf Wobbler gefangen habe, aber eben noch nie nen Döbel (nur auf Spinner).
Dann werde ich es einfach weiterprobieren :o)
Petri

Anonym hat gesagt…

Hi Lahnfischer!

Klasse Bericht und gut und verständlich erklärt. Hab deinen Blog direkt mal mit meinem Blogger verlinkt. Vielleicht möchtest Du mich ja auch unter die Linkliste packen...

http://japanesefishing.blogspot.com/

Grüße,Mike

Julian hat gesagt…

Super Text! Alles was man wissen sollte. Danke.

Birger Hahn hat gesagt…

Hey Lahnfischer,

einer von vielen guten Beiträgen auf deiner Seite! Auch dafür vielen Dank! Ich habe im letzten jahr wieder mit dem Angeln angefangen, nach fast 15 Jahren Pause, und deine Seite ist eine echte Hilfe!

Döbel gibt es bei uns hier an der Dill auch zahlreich, nur bisher habe ich die immer wieder zurückgesetzt. Du hast in deinem beitrag ja geschrieben, falls man den Fisch mitnehmen wolle... Ich habe bisher immer nur schlechtes über den Döbel als Speisefisch gelesen. Daher wollte ich dich fragen, was du mit denen machst. Legst du die sauer ein oder machst du Frikadellen draus?

Gruß,

Birger

Lahnfischer hat gesagt…

Hi Birger,

das Fleisch der Döbel ist fest und weiß, lediglich die Gräten stören da. Von daher sind deine beiden genannten Zubereitungsmethoden (braten und sauer einlegen oder Fischfrikadellen) genau das Mittel der Wahl, denn danach stören die Gräten nicht mehr... ;)

Miha hat gesagt…

Hi Lahnfischer,
Wie halte ich die Rute beim Einholen, nach oben oder mit der Rutenspitze zum Wasser? Grüße und Danke für den hilfreichen Beitrag!

Miha hat gesagt…

Hi Lahnfischer,
Wie halte ich die Rute beim Einholen, nach oben oder mit der Rutenspitze zum Wasser? Grüße und Danke für den hilfreichen Beitrag!

Lahnfischer hat gesagt…

Hi Miha, kommt auf die Zugrichtung und die Strömung an und musst du einfach ausprobieren. Generell gilt:

fischst du mit oder gegen die Strömung, macht dass keinen großen Unterschied, kommt aber auch auf den Köder an. Wenn du aber quer zur Strömung fischst, dann ist es meistens eher ratsam, mit erhobener Rutenspitze zu fischen, sonst zieht dir die Strömung einen Bogen in die Schnur, der direkte Kontakt zum Köder geht verloren, du bekommst enteder den Anschlag nicht durch oder aber der Köder läuft durch den Schnurbogen unnatürlich und wird ignoriert.

LG Lahni