Mittwoch, Oktober 15, 2014

Herbstzeit, Zeit für die bezahnten Räuber...

Hi @ all,

auch wenn es für die Jahreszeit eigentlich viel zu warm ist, die Blätter verfärben sich und fallen ab, der Herbst ist da.
Herbstzeit ist bekanntlich Raubfischzeit und so galt mein Augenmerk überwiegend dem Hecht, wenngleich Barsch und Zander auch zu fangen sind... :)

Hier ein paar Barschbilder...



Ein dicker 57er Döbel mischte sich auch unter die Fänge...



Große Freude beim Barschangeln, ein kleiner Zander schnappte sich einen 5 cm Kopyto, wachse schön weiter und vermehre dich anständig, mein kleiner Freund. Schön zu sehen, dass doch noch Zandernachwuchs hochkommt. :)



Nun aber zu den Hechten, die ganz ordentlich mitgespielt haben...



Ein Highlight in Form meines neuen PB-Hechtes gab es ebenfalls, 111 cm geballte Hechtpower auf 30 cm Real Eel...



Leider gibt es keine anderen Bilder von diesem Traumfisch. Ein zufällig vorbei fahrender Radfahrer bot sich an, mich mit dem Fisch zu fotografieren. Leider hatte er den Auslöser wohl jeweils nur bis zum Scharfstellen durchgedrückt. Ich setzte danach schnell diesen Prachthecht zurück, das mit den Bildern bemerkte ich erst hinterher. Schade, aber nicht zu ändern.
Ich esse gerne mal Fisch, aber solch wertvolle Laichtiere sind zu schade für die Pfanne und außerdem viel zu groß für einen 2-Personenhaushalt... ;)

Es gab noch einige weitere gute Hechte...




und auch einige kleinere, die ich erst gar nicht fotografiert habe.

Dann hatte ich Urlaub und plötzlich war Hochwasser, beste Zeit, um es mal auf einen guten Zander zu probieren.

Hier ist das Ergebnis, feister vollgefressener 74er Dickzander...



Gebissen direkt vor den Füßen auf einen grellorangenen 10 cm Kopyto. Der Biss war hammerhart, der anschließende kurze Drill heftig. Direkt nach dem Anschlag kam der Fisch nach oben und schüttelte unentwegt mit weit aufgerissenem Maul den Schädel an der Oberfläche hin und her. Wer jetzt nachgibt, verliert den Fisch höchstwahrscheinlich. Er bekam keinen Millimeter Schnur und landete recht schnell im parat liegenden Kescher. Damit ist das Essen für Heiligabend schon gesichert, bei uns gibt es traditionell am heiligen Abend nur Fisch, kein Fleisch.

Dann hatte ich zwischendurch Geburtstag, ich alter Sack bin nun schon 50...

Gestern war ich noch mal auf einer Staustufe mit Gufis unterwegs und habe richtig Strecke gemacht. Das Wasser war noch braun, aber zu niedrig für die Hochwasserspots.

Also hier und da gejiggt, mehrfach die Köder gewechselt, es waren recht hohe Bleikopfgewichte nötig, da noch ordentlich Zug auf der Lahn war. An einer Stelle hatte ich gerade mal auf einen auffälligen 8 cm kleinen Saltshaker gewechselt in der Hoffnung, wenigstens einen anständigen Barsch zu fangen. Ein weiter Wurf bis direkt vor das gegenüberliegende Ufer ins tiefe Wasser, doch recht schnell fiel die Schnur zusammen, obwohl der Köder noch gar nicht am Grund angekommen sein konnte. Reflexartiger Anschlag und sofort heftige Gegenwehr am anderen Ende der Leine. Ich dachte zunächst an einen Hecht, der sich den absinkenden Köder im Mittelwasser geschnappt hat, doch der Fisch entpuppte sich dann als ein weiterer 74er Zander, was eine geile Woche...




Jetzt ist mein Urlaub auch schon fast herum, ab Samstag geht es wieder auf die Arbeit. Mal schauen, was mir der Herbst noch so bringt, ihr könnt es demnächst hier nachlesen... :)

Bis bald und liebe Grüße,

euer Lahnfischer

Donnerstag, September 04, 2014

Der August im Zeichen des Rapfen

Hi @ all,

in den letzten Wochen dieses viel zu kalten August habe ich mich noch einmal intensiv mit dem Rapfenangeln beschäftig. Das Ergebnis war wirklich überraschend, die drehen hier zur Zeit völlig durch. Jeder kurze Angeltrip wurde mit mehreren der pfeilschnellen Silberpfeilen belohnt...



Ich hätte ehrlich selbst vorher nicht im Traum daran geglaubt, dass sich hier ein solch immenser Rapfenbestand in den letzen Jahren etabliert hat.
Es gab dazu noch eine Menge an Fehlbissen und Drillaussteigern, kaum zu glauben.
Kein Wunder, dass die Döbelbestände paralell dazu abnehmen.

Jetzt werde ich mich aber langsam mal wieder den bezahnten Räubern zuwenden, die habe ich in letzter Zeit doch etwas vernachlässigt... ;)



Anbei noch ein Bild, wie man einen Waller am besten zubereitet...



Bis bald,

euer Lahnfischer

Samstag, August 09, 2014

Hochsommer, die Rapfen drehen durch...

Hi @ all,

oft wechselnde Wasserstände, oft Regen,Gewitter oder sogar Unwetter, dieser Sommer ist extrem. Hechtangeln ist unter solchen Umständen eher suboptimal, also galt es, sich andere Zielfische zu suchen.

Dabei bin ich sprichwörtlich auf den Rapfen gekommen... ;)

Gleich der erste Versuch auf die pfeilschnellen Räuber brachte neben einigen spektakulären Fehlbissen und Drillaussteigern den ersten Prachtrapfen dieses Jahres für mich...


Worauf man beim Rapfenangeln aber immer achten sollte: keine zu harte Rute nehmen, einen Puffer in Form von 1,5-2 Meter Monofil einbauen und die Bremse nicht zu hart einstellen, denn die Attacken kommen brachial..


Im schnellen Wasser und bei der notwendigen schnellsten Köderführung sollte man trotzdem niemals auf ein Stahlvorfach verzichten, im Sommer muss man natürlich immer mit Hechtattacken rechnen und die Rapfen stört es definitiv nicht.
Aber nun lasse ich einfach ein paar Bilder sprechen...


Als Beifang winken immer wieder dicke Döbel...


Macht ruhig mal einen Versuch im schnellen Wasser, die Rapfen treiben sich überall herum und die Bisse vor allem auf Oberflächenköder machen wirklich süchtig!

Zum Abschluss noch ein paar Räucherbilder von selbstgefangenen Lahnfischen, wirklich lecker...


Bis bald,

euer Lahnfischer